Baywa verkauft RWA-Anteil für 176 Millionen Euro und reduziert Schulden drastisch
Jana KellerBaywa verkauft RWA-Anteil für 176 Millionen Euro und reduziert Schulden drastisch
Die Baywa AG hat ihren 47,53-prozentigen Anteil an der RWA Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG) für 176 Millionen Euro verkauft. Käuferin ist eine Tochtergesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen (RWA eGen), die bereits fast die Hälfte des Unternehmens hält. Mit diesem Schritt setzt Baywa einen wichtigen Meilenstein in ihrem bis 2028 laufenden Umstrukturierungsplan um.
Der Verkauf ist Teil der übergeordneten Strategie von Baywa, ihre Geschäftsaktivitäten zu straffen und die Schuldenlast zu verringern. Durch den Abstoß der Beteiligung hat das Unternehmen seine Bankverbindlichkeiten um über 500 Millionen Euro reduziert. Die Erlöse sollen nun die Liquidität in den Kerngeschäftsbereichen von Baywa stärken.
Die RWA AG ist in mehreren Branchen als Produzent, Dienstleister und Händler tätig. Das Unternehmen hält zahlreiche Tochtergesellschaften und Beteiligungen, vor allem in Österreich und Teilen Osteuropas. Die kaufende RWA eGen verfügte bereits vor dem Deal über 49,99 Prozent der Anteile an der RWA AG sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der Raiffeisen Agrar Invest AG (RAIG).
Michael Baur, der Restrukturierungsvorstand der Baywa, bezeichnete die Veräußerung als "entscheidenden Meilenstein" in der Transformation des Konzerns. Neben diesem Verkauf plant Baywa weitere Desinvestitionen im internationalen Portfolio. Zur Umstrukturierung gehört auch der Abbau von rund 1.300 Vollzeitstellen.
Durch das 176-Millionen-Euro-Geschäft festigt Baywa ihre finanzielle Position, während sie gleichzeitig ihren Einfluss bei der RWA AG verringert. Das Unternehmen wird sich nun auf die Stärkung der Kerngeschäfte konzentrieren und die Umstrukturierungsmaßnahmen fortsetzen. Im Rahmen des Plans sind weitere Vermögensverkäufe und Personalanpassungen zu erwarten.






