19 March 2026, 16:20

Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen – was sich 2026 ändert

Leerer Büroraum mit schwarzen Böden, weißen Wänden, elektrischen Lampen, Kabeln, Türen, Schränken, Fenstern und einem Blick auf Gebäude und Bäume draußen, gelegen in Amsterdam.

Neue Transparenz zur Verhinderung von Missbrauch von Wohnraum - Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen – was sich 2026 ändert

Bayern ist das erste deutsche Bundesland, das die Kontrollen für kurzfristige Ferienvermietungen verschärft. Das neue Gesetz zur Bekämpfung des Wohnraummissbrauchs soll verhindern, dass Wohnimmobilien in Touristenunterkünfte umgewandelt werden. Behörden begründen den Schritt damit, dass er die Wohnungsnot in Städten lindern werde, in denen Plattformen wie Airbnb bereits in der Kritik stehen.

Der Landtag verabschiedete das Gesetz, das am 1. April 2026 in Kraft tritt. Demnach müssen alle, die eine Immobilie auf Buchungsportalen anbieten, sich offiziell bei ihrer örtlichen Gemeinde registrieren. Die Registriernummer muss anschließend vor der Freischaltung des Inserats an die Online-Plattform übermittelt werden.

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Das Gesetz ermöglicht Städten und Gemeinden zudem, ein digitales, bürokratiearmes System für die Verwaltung dieser Registrierungen einzurichten. Kommunen erhalten Zugang zu einem EU-weiten Datenaustauschnetzwerk, was die Durchsetzung der Vorschriften und die Aufdeckung von Missbrauch erleichtern soll.

Bayern folgt damit dem Vorbild von mindestens zwei anderen deutschen Städten. Hamburg nutzt bereits ein Online-Portal namens Wohnraumschutznummer für die Registrierung von Kurzzeitvermietungen. Auch Berlin verlangt eine Registriernummer für ähnliche Zwecke. Beide Systeme wurden früher eingeführt, um den Verlust von Langzeitwohnraum zugunsten des Tourismus einzudämmen.

Das neue Gesetz stattet die lokalen Behörden mit schärferen Instrumenten aus, um Kurzzeitvermietungen zu regulieren. Durch die verpflichtende Registrierung und den verbesserten Datenaustausch will Bayern den Wohnungsbestand schützen. Die Änderungen treten 2026 in Kraft, wobei die Kommunen für die Umsetzung verantwortlich sind.

Quelle