Bayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau
Jana KellerBayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat Pläne bekannt gegeben, in den nächsten zehn Jahren mindestens 600 neue Windkraftanlagen im Freistaat zu errichten. Damit würde sich die aktuelle Windenergiekapazität der Region verdoppeln. Aiwanger betonte, dass die Unterstützung der lokalen Bevölkerung entscheidend für den Erfolg der Ausbaubemühungen sei.
Aktuell beherbergt Bayern 1.138 Windräder – ein geringer Anteil an den bundesweit rund 28.000 Anlagen. Um das neue Ziel zu erreichen, fordert Aiwanger, dass Vorranggebiete von der bayerischen 10H-Regel ausgenommen werden, die vorsieht, dass Windkraftanlagen mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt aufgestellt werden müssen. Zudem rief er die Bundesregierung auf, Bayerns gesamten Beitrag zur Energieversorgung anzuerkennen und die Fördermodelle des Freistaats für erneuerbare Energien zu übernehmen.
Der Landtag stimmt an diesem Donnerstag über einen Antrag der SPD ab, die 10H-Regelung abzuschaffen. Aiwanger lehnte eine pauschale Freigabe von zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft als undurchführbar ab. Stattdessen wirbt er für einen „großen Schub in die Wälder“, um den Bau von Windrädern zu beschleunigen.
Falls die geplanten Änderungen genehmigt werden, könnte dies die Windenergieproduktion in Bayern deutlich steigern. Die 600 neuen Anlagen wären ein bedeutender Schritt hin zu den Klimazielen des Freistaats. Entscheidend für die Umsetzung werden jedoch die lokale Akzeptanz und regulatorische Anpassungen sein.






