Bayern bleibt ASP-frei – doch Drohnen suchen jetzt nach toten Wildschweinen
Emma HerrmannBayern bleibt ASP-frei – doch Drohnen suchen jetzt nach toten Wildschweinen
Bayern bleibt frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP) – doch die Behörden verschärfen die Vorsichtsmaßnahmen
In Bayern gibt es weiterhin keine bestätigten Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Dennoch intensivieren die Behörden die präventiven Maßnahmen, um einen Ausbruch der Tierseuche zu verhindern. Vom 6. bis 10. Oktober werden Drohnen im Rahmen der laufenden Überwachung Gebiete in und um Großostheim sowie dessen Ortsteile nach verendeten Wildschweinen absuchen.
Die Suchaktion ist Teil der regelmäßigen Kontrollen entlang der bayerischen Grenze zu Hessen. Bereits in der Vergangenheit kamen Drohnen und speziell ausgebildete Spürhundeteams in Risikogebieten zum Einsatz, um aufgefundenes Fallwild zu lokalisieren. Ziel ist es, mögliche frühe Anzeichen einer Infektion zu erkennen, bevor sich die Krankheit ausbreiten kann.
Obwohl benachbarte Bundesländer wie Hessen und Rheinland-Pfalz in den letzten fünf Jahren keine ASP-Fälle gemeldet haben, mahnen die Verantwortlichen weiterhin zur Wachsamkeit. Die Bevölkerung wird aufgefordert, tote Schweine umgehend bei den örtlichen Jagdbehörden oder Veterinärämtern zu melden.
Um das Risiko weiter zu minimieren, sollte darauf verzichtet werden, Speisereste wie Fleisch- oder Wurstwaren in der Natur zurückzulassen. Solche Abfälle können Wildschweine und Hausschweine anlocken und so die Übertragung der Seuche begünstigen.
Die bayerischen Behörden betonen, dass aktuell kein Grund zur Besorgnis besteht, da im Freistaat bisher keine ASP-Fälle aufgetreten sind. Die anstehenden Drohnen-Einsätze und die Mitarbeit der Bevölkerung sollen die lückenlose Überwachung sicherstellen. Mit diesen Maßnahmen will man Ausbrüche verhindern und sowohl Wild- als auch Nutztierschweine schützen.