Bayerische Städte zweifeln an BMW- und Audi-Diesel-Nachrüstplänen für saubere Luft
Jana KellerBayerische Städte zweifeln an BMW- und Audi-Diesel-Nachrüstplänen für saubere Luft
Bayerische Großstädte kritisieren Nachrüstpläne von BMW und Audi für Diesel-Fahrzeuge
Die großen Städte Bayerns haben Bedenken gegen die Nachrüstpläne für Diesel-Fahrzeuge von BMW und Audi geäußert. Vertreter der Kommunen argumentieren, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichen, um die gesetzlichen Luftqualitätsstandards schnell genug zu erfüllen. Ulrich Maly, Präsident des Bayerischen Städtetags, kritisierte die Vorschläge als unklar und zu langsam in ihrer Wirkung.
Audi und BMW haben zugesagt, die Hälfte ihrer in Deutschland zugelassenen Euro-5-Dieselfahrzeuge nachzurüsten. Mit dieser Maßnahme soll der Schadstoffausstoß reduziert und die Luftqualität in den Städten verbessert werden. Dennoch bleiben viele Details zur Umsetzung der Nachrüstungen unklar.
Ulrich Maly begrüßte zwar das Engagement der Automobilhersteller, wies jedoch auf ein grundlegendes Problem hin: „Die Städte hätten weit weniger Schwierigkeiten, wenn die Fahrzeuge bereits die beworbenen niedrigen Emissionswerte einhielten.“ Zudem warnte er davor, dass die Autoindustrie ihre Versäumnisse auf die Kommunen und Bürger abwälzen könnte.
Der SPD-Politiker forderte zusätzliche staatliche Mittel, um die städtischen Busflotten mit umweltfreundlichen Antrieben zu modernisieren. Ohne schnellere Fortschritte könnten Gerichte als Notmaßnahme Fahrverbote verhängen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.
Die Nachrüstpläne von BMW und Audi haben die bayerischen Stadtvertreter nicht überzeugt. Sollte sich die Luftqualität nicht verbessern, könnten rechtliche Schritte wie Fahrverbote folgen. Die Kommunen drängen auf mehr Unterstützung, um das Problem eigenständig anzugehen.
