19 June 2026, 02:23

BAföG-Reform rückt näher: Union stimmt SPD-Plänen für strukturelle Änderungen zu

Bafög-Reform: SPD erhöht Druck auf Union und warnt vor Blockade von Leistungssteigerung

BAföG-Reform rückt näher: Union stimmt SPD-Plänen für strukturelle Änderungen zu

Die Verhandlungen zur BAföG-Reform haben einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. Die Arbeitsgruppen der Union haben nun den SPD-Vorschlag für strukturelle Änderungen des Systems angenommen. Dies folgt auf monatelange Diskussionen darüber, wie die finanzielle Unterstützung für Studierende in Deutschland verbessert werden kann.

Im November hatten SPD und Union auf fachpolitischer Ebene eine grundsätzliche Einigung über die Reform erzielt. Das Deutsche Studentenwerk hat die Pläne seitdem unterstützt und damit dem Vorhaben zusätzlichen Rückenwind verliehen. Die Mittel für die Reform waren bereits im aktuellen Haushaltsrahmen vorgesehen, wodurch ein zentrales Hindernis aus dem Weg geräumt wurde.

Die SPD bleibt dabei, die BAföG-Leistungen im Rahmen des Pakets zu erhöhen. Lina Seitzl, die BAföG-Berichterstatterin der Partei, betont die Notwendigkeit, die Zahlungen an das Niveau der grundlegenden sozialen Sicherung anzupassen. Sie argumentiert, dass diese Anpassung für mehr Gerechtigkeit und Angemessenheit unerlässlich sei.

Allerdings gibt es Widerstand aus den Reihen der Koalition. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte sich zuvor gegen die Erhöhung ausgesprochen und auf Haushaltsbeschränkungen verwiesen. Die SPD lehnt jeden Versuch ab, die bereitgestellten Mittel für andere Vorhaben umzuwidmen. Parteiführungen haben zudem klar gemacht, dass sie das BAföG nicht als Verhandlungsmasse in weiteren politischen Gesprächen einsetzen werden.

Ein vorgeschlagener Anstieg des Wohnkostenzuschusses im BAföG würde deutlich weniger kosten als die jüngste Senkung der Energiesteuer. Dieser Vergleich wird genutzt, um die Finanzierbarkeit der Reform zu unterstreichen.

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Die Reform verfügt nun über die fachliche Zustimmung der Union und gesicherte Finanzmittel. Die Forderung der SPD nach höheren Leistungen bleibt jedoch ein zentraler Streitpunkt. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob die geplanten Änderungen wie vorgesehen umgesetzt werden.

Quelle