28 June 2026, 10:12

Audi scheitert mit Rückrufplan im Diesel-Skandal – Druck steigt massiv

Audi: Mit Knirsch haben sie eine Ziege zum Gärtner gemacht

Audi scheitert mit Rückrufplan im Diesel-Skandal – Druck steigt massiv

Audi steht wegen des Diesel-Abgasskandals unter zunehmendem Druck. US-Behörden haben den Rückrufplan des Konzerns für Fahrzeuge mit unzulässiger Software abgelehnt. Der Autobauer hat nun bis zum 24. Oktober Zeit, dem zuständigen Richter in Kalifornien einen überarbeiteten Vorschlag vorzulegen.

Der Skandal hat bei Audi bereits tiefgreifende Veränderungen ausgelöst. Stefan Knirsch, Vorstandsmitglied für die technische Entwicklung, verließ das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Sein Ausscheiden erfolgte in beidseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat.

Knirsch blickt auf eine lange Karriere bei Audi zurück. 1990 trat er in den Konzern ein, kehrte 2013 als Leiter der Motorenentwicklung zurück und stieg Ende 2015 – kurz nach Bekanntwerden des VW-Dieselskandals – zum Technikvorstand auf. Eine Untersuchung der US-Anwaltskanzlei Jones Day ergab, dass er über die Software-Manipulationen bei Audi-Dieselmotoren informiert war.

Die juristischen Probleme mehren sich. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen 30 Beschuldigte in Verbindung mit dem Abgasskandal. In den USA prüfen Bundesstaatsanwälte zudem Audi-Ingenieure, die angeblich in Gespräche über die fragwürdige Software verwickelt waren.

Die Ablehnung des Rückrufplans verschärft Audis Lage zusätzlich. Das Unternehmen und sein Mutterkonzern Volkswagen haben durch den Skandal bereits Marktanteile an die Konkurrenz verloren. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob der überarbeitete Vorschlag den behördlichen Anforderungen entspricht.

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