23 April 2026, 00:21

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Kontroversen aus

Ein altes, vergilbtes Buch mit einer Liste weiblicher Gefangener, mit Spalten für Namen in schwarzer Tinte.

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Kontroversen aus

Amanda Knox hat sich bei einer jüngsten Veranstaltung in London offen über ihre Unterstützung für die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby geäußert. Die Diskussion fand im Greenwich Picturehouse statt, wo sie auch auf ihre eigenen juristischen Kämpfe und die Kontroversen um ihren neuen Podcast einging.

Sichtlich bewegt berichtete Knox von ihrem Briefwechsel mit Letby, die eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an sieben Babys und den versuchten Mord an sechs weiteren verbüßt. Während einer Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf enthüllte Knox, sie habe Letby einen ermutigenden Brief zusammen mit einem Exemplar ihrer 2022 erschienenen Autobiografie Frei (Free) geschickt. Das Buch schildert ihre Erlebnisse nach der fälschlichen Verurteilung und späteren Freisprechung im Mordfall ihrer Mitbewohnerin Meredith Kercher 2007. Wie ein Zuschauer berichtete, rief Knox Letby in ihrer Nachricht dazu auf, "an der Hoffnung festzuhalten".

Knox verteidigte zudem ihre Haltung, wonach es keines endgültigen Unschuldsbeweises bedürfe, um ein Schuldspruch infrage zu stellen. Ihre Äußerungen lösten jedoch Kritik von Francesco Maresca aus, dem Anwalt der Familie Kercher. Er warf Knox vor, sie "nutze erneut Merediths Andenken aus" und "profitiere" aus der Tragödie.

Trotz ihrer öffentlichen Unterstützung betonte Knox, sie habe nie direkt mit Letby gesprochen. Der Austausch beschränke sich auf den Brief und das an die inhaftierte Krankenschwester gesandte Buch.

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Die Veranstaltung unterstrich Knox' anhaltendes Engagement in prominenten Rechtsfällen, darunter ihr Podcast über Letbys Prozess. Ihre Unterstützung für Letby sorgt sowohl für Aufmerksamkeit als auch für Gegenwind – insbesondere von denen, die mit ihrer eigenen Verurteilung verbunden sind. Die Debatte über ihr Handeln hält an, während sie eine polarisierende Figur in Diskussionen über Gerechtigkeit und Justizirrtümer bleibt.

Quelle