20 March 2026, 18:16

Agrarminister fordern radikale Entlastung für Landwirte und mehr heimische Nahrungsmittelproduktion

Altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" und einer Farm-Illustration auf dem Cover und sichtbarem Text.

Agrarminister fordern radikale Entlastung für Landwirte und mehr heimische Nahrungsmittelproduktion

Agrarminister aus den deutschen Bundesländern fordern umfassende Reformen, um Landwirte zu entlasten und die heimische Nahrungsmittelproduktion zu stärken. Zu den zentralen Forderungen gehören vereinfachte Düngeregelungen, schnellere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel sowie bessere Unterstützung für Betreiber von Biogasanlagen.

Hintergrund der Initiativen sind steigende Arbeitskosten, Klimadruck und globale Krisen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Sektors gefährden.

Auf der Agrarministerkonferenz betonten die Verantwortlichen die Notwendigkeit eines weniger bürokratischen Düngerechts. Die aktuellen Vorschriften seien zu komplex, hieß es – stattdessen brauche es ein System, das fairer und effizienter sei. Zudem wurde eine Beschleunigung der Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel als dringend erforderlich eingestuft.

Peter Hauk, Agrarminister von Baden-Württemberg, forderte die Bundesregierung auf, ein Biomasse-Paket 2.0 einzuführen und die Flexibilitätsprämien für Biogasanlagen zu erhöhen. Biogas bezeichnete er als entscheidende, klimaneutrale Energiequelle, die – anders als Wind- oder Solarstrom – speicherbar und bedarfsgerecht einsetzbar sei. Diese Flexibilität könne helfen, Deutschlands Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern.

Das Land schlug zudem regional angepasste Mindestlöhne für die Landwirtschaft vor, um den Wettbewerbsdruck zu mindern. Hohe Arbeitskosten, insbesondere in arbeitsintensiven Bereichen, wurden als eine der größten Herausforderungen für deutsche Landwirte identifiziert. Gleichzeitig unterstützt das Projekt "InVerantwortung" in Baden-Württemberg Winzer und Landwirte, die mit Krisen durch Klimawandel und strukturelle Veränderungen konfrontiert sind.

Ein weiteres drängendes Thema war die fehlende Forschung zu psychischer Gesundheit in der Landwirtschaft. Die Minister sprachen sich für eine bundesweite Studie aus, um die Belastungen der Landwirte zu erfassen – als Grundlage für bessere Beratungsangebote und präventive Maßnahmen.

Die Vorschläge zielen darauf ab, akute Probleme zu lösen und gleichzeitig die langfristige Widerstandsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft zu stärken. Sollten die Reformen zu Düngeregelungen, Biogas-Förderung und Lohnanpassungen umgesetzt werden, könnten sie Landwirten helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine geplante Studie zur psychischen Gesundheit könnte zudem Daten liefern, um künftige Unterstützungsprogramme gezielt auszurichten.

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