03 April 2026, 10:19

23-Jähriger wegen versuchten Mordes und Molotowcocktail-Anschlägen vor Gericht

Eine Gruppe von Menschen auf einem Feld mit einem Feuer, die in eine physische Auseinandersetzung verwickelt sind, umgeben von Bäumen und einem Haus im Hintergrund, mit der überschrift "Die Massaker von Contreras" unten.

23-Jähriger wegen versuchten Mordes und Molotowcocktail-Anschlägen vor Gericht

Ein 23-jähriger Mann, Tobias K., muss sich vor dem Landgericht Hechingen wegen versuchten Mordes und Brandstiftung verantworten. Die Anklage bezieht sich auf eine Serie von Molotowcocktail-Anschlägen in Leibertingen, Baden-Württemberg, im vergangenen Oktober. Die Staatsanwaltschaft geht von einem linksextremistischen Motiv als Hintergrund der Gewalttaten aus.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen mehrere Anschläge, die Tobias K. im Oktober verübt haben soll. Er gestand, das Auto der Lebensgefährtin von Michael K., einem örtlichen Unternehmer und ehemaligen AfD-Politiker, in Brand gesetzt zu haben. Als Michael K. versuchte, die Flammen zu löschen, erlitt er Verbrennungen an den Füßen.

Zudem warf Tobias K. einen Molotowcocktail auf ein Wohnhaus, in dem sechs Menschen schliefen. Vor Gericht räumte er ein, deren Tod billigend in Kauf genommen zu haben. Ein weiteres Brandgerät schleuderte er auf Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr, die zum Tatort eilten, und brachte sie damit in Lebensgefahr.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während der Verhandlung gab der Angeklagte an, er habe AfD-Parolen an einem Auto gesehen, die ihn provoziert hätten. Dies habe ihn dazu veranlasst, den ersten Molotowcocktail zu zünden. Ermittler der Staatsanwaltschaft Stuttgart vermuten hinter den Taten linksextremistische Motive, doch Tobias K. betonte, allein gehandelt zu haben. Er bestätigte zwar eine Mitgliedschaft in der Linkspartei, bestritt jedoch eine aktive Beteiligung in anderen politischen Gruppen.

Der Prozess ist auf vier Verhandlungstage angesetzt; mit einem Urteil wird Mitte April gerechnet.

Der Fall unterstreicht die Schwere der Vorwürfe gegen Tobias K., darunter versuchter Mord und die Gefährdung mehrerer Menschenleben. Die Entscheidung des Gerichts Mitte April wird über die rechtlichen Konsequenzen seiner Taten entscheiden. Die Staatsanwaltschaft hält daran fest, dass linksextremistische Gesinnung eine zentrale Rolle bei den Anschlägen spielte.

Quelle