23-Jähriger flieht mit Kleinkind nach gescheiterter Hochzeit in Lauf an der Pegnitz
Leon Schmidt23-Jähriger flieht mit Kleinkind nach gescheiterter Hochzeit in Lauf an der Pegnitz
23-Jähriger flieht mit Kleinkind aus Standesamt in Lauf an der Pegnitz
Am Donnerstagnachmittag (19. März 2026) floh ein 23-jähriger Mann mit einem Kleinkind aus dem Standesamt in Lauf an der Pegnitz. Der Vorfall ereignete sich, nachdem seine geplante Hochzeit wegen Probleme mit dem Aufenthaltsrecht gestoppt worden war. Die Behörden leiteten umgehend eine Suchaktion ein, um den Mann und das Kind ausfindig zu machen.
Der 23-Jährige war gemeinsam mit seiner 19-jährigen deutschen Verlobten und deren Kind im Standesamt erschienen, um zu heiraten. Beamte unterbrachen die Trauung jedoch aufgrund rechtlicher Hindernisse in Zusammenhang mit seinem Aufenthaltsstatus. Noch bevor die Polizei eintraf, brachte er das Kleinkind in einen Wartebereich.
Es folgte eine großangelegte Suchaktion mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber der bayerischen Bereitschaftspolizei. Das Kind wurde bald darauf unverletzt bei einem Angehörigen gefunden. Der 23-Jährige bleibt jedoch weiterhin verschwunden.
Die Kriminalpolizei in Schwabach ermittelt nun wegen des Vorfalls. Seit 2020 gab es keine Änderungen bei den Ehegesetzen oder Standesamtsverfahren in Deutschland – insbesondere nicht bei internationalen Ehen mit türkischen Staatsbürgern. Ein allgemeiner Leitfaden zum Ehe- und Familienrecht, der von der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg am 13. März 2026 aktualisiert wurde, behandelt zentrale Aspekte zu Eheschließung, Scheidung und Eheverträgen, geht auf diesen konkreten Fall jedoch nicht ein.
Die Behörden bestätigten, dass von dem Mann keine akute Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehe. Das Kleinkind wurde unverletzt zurückgebracht, doch die Suche nach dem 23-Jährigen dauert an. Die Ermittlungen sollen klären, ob weitere rechtliche Schritte notwendig sind.






