Würzburger Forscher revolutionieren Krebstherapie mit CRISPR Prime Editing
Johanna SchwarzWürzburger Forscher revolutionieren Krebstherapie mit CRISPR Prime Editing
Ein neues Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) zielt darauf ab, Krebstherapien mithilfe fortschrittlicher Geneditierungs-Techniken zu verbessern. Unter der Leitung von Dr. Karl Petri wurde die Initiative mit fast zwei Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren ausgestattet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Präzisierung und Wirksamkeitssteigerung von CAR-T-Zelltherapien für Patient:innen mit schwer behandelbaren Krebsarten.
Das unter dem Namen Prime-CAR Inspection geführte Projekt setzt auf CRISPR Prime Editing, um CAR-T-Zelltherapien zu verfeinern. Diese Methode ermöglicht hochpräzise Veränderungen der DNA, darunter alle zwölf möglichen Basenpaar-Austausche sowie kleine Insertionen und Deletionen. Ziel ist es, die Fähigkeit der Zellen zu verbessern, solide Tumoren gezielt anzugreifen und die Remissionsphasen zu verlängern.
Petris Team wird zudem allogene CAR-T-Zellen entwickeln, die mit CRISPR 2.0 so modifiziert werden, dass sie vom Immunsystem der Patient:innen nicht abgestoßen werden. Diese Zellen könnten eine zugänglichere und standardisierte Behandlungsoption für Erkrankungen wie das multiple Myelom bieten.
Das Universitätsklinikum Würzburg bietet mit seiner Expertise in CAR-T-Zelltherapie und CRISPR-Technologie ideale Voraussetzungen für die Forschung. Darüber hinaus wird das Projekt Sicherheitsprotokolle für neue Geneditierungsverfahren etablieren, um deren Einsatz in der klinischen Praxis zu beschleunigen.
Die Förderung stammt aus dem Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das Nachwuchswissenschaftler:innen in temporären Führungspositionen unterstützt. Der fast zwei Millionen Euro schwere Zuschuss deckt die Arbeit über sechs Jahre ab.
Mit dem Prime-CAR Inspection-Projekt strebt das Team sicherere und wirksamere Immuntherapien für Krebspatient:innen an. Durch den Einsatz von CRISPR Prime Editing sollen aktuelle Grenzen der CAR-T-Zelltherapien überwunden werden. Die Forschung könnte langfristig zu breiteren Anwendungen in der Onkologie führen – insbesondere bei soliden Tumoren und Blutkrebs.






