Windpark Veitsbronn kämpft seit 2016 mit finanziellen Turbulenzen und fehlendem Eigenkapital
Jana KellerWindpark Veitsbronn kämpft seit 2016 mit finanziellen Turbulenzen und fehlendem Eigenkapital
Windpark bei Veitsbronn seit 2016 in Betrieb – doch Betreiber kämpft mit finanziellen Problemen
Seit 2016 ist ein Windpark in der Nähe von Veitsbronn mit zwei imposanten Windkraftanlagen in Betrieb. Der Betreiber, die Windpark Veitsbronn Projekt ApS & Co. KG, sieht sich jedoch zunehmend finanziellen Sorgen gegenüber. Ein aktueller Bericht zeigt, dass die wirtschaftliche Lage trotz leichter Verbesserungen weiterhin instabil bleibt.
Der Windpark entstand unter der Führung des damaligen Veitsbronner Bürgermeisters. Die Bauarbeiten wurden 2016 abgeschlossen, doch eine offizielle Einweihungsfeier fand nie statt. Die Anlage umfasst zwei Windräder mit einem Rotordurchmesser von jeweils 117 Metern und einer Gesamthöhe von fast 200 Metern.
Die Bilanz für 2024 offenbart erhebliche finanzielle Belastungen: Das Unternehmen weist kein Eigenkapital aus, und die nicht gedeckten Verlustanteile der Kommanditisten belaufen sich auf rund 51.700 Euro. Zudem beschäftigt der Betreiber keine Mitarbeiter – ein weiterer Grund zur Verunsicherung bei den Investoren.
Eine Bürgerbeteiligung war zwar im Gespräch, wurde jedoch nie umgesetzt. Bürgermeister Marco Kistner bestätigte, dass das Projekt nie als Bürgerwindpark eingestuft wurde. Die gemischte deutsch-dänische Rechtsstruktur des Betreibers erschwert zudem die Transparenz für potenzielle externe Investoren.
Laut dem Verbraucherschutzforum Berlin hat sich die finanzielle Stabilität des Unternehmens zwar leicht verbessert, bleibt aber weiterhin schwach. Das Fehlen von Eigenkapital, die ungedeckten Verluste und der Verzicht auf eigenes Personal sorgen nach wie vor für Besorgnis bei allen Beteiligten des Windparks.
