Wie Red Hat mit Open-Source die Tech-Welt revolutionierte – und IBM 34 Milliarden wert war
Jana KellerWie Red Hat mit Open-Source die Tech-Welt revolutionierte – und IBM 34 Milliarden wert war
IBM sorgte 2019 mit dem Rekordkauf von Red Hat für 34 Milliarden US-Dollar weltweit für Schlagzeilen. Diese Übernahme war damals der größte Software-Deal aller Zeiten. Red Hat, ein Pionier für Open-Source-Unternehmenslösungen, hatte sich jedoch schon lange vor der Übernahme einen festen Platz in der Technologiegeschichte erarbeitet.
Das Unternehmen wurde 1993 von Bob Young und Marc Ewing gegründet. Sein ungewöhnlicher Name geht auf Ewings rote Baseballkappe der Cornell University zurück, die zum bleibenden Symbol wurde. Bereits 1999 erreichte Red Hat mit seinem Börsengang (IPO) einen entscheidenden Meilenstein und bewies, dass sich Open-Source-Software auch wirtschaftlich erfolgreich etablieren kann.
Das Wachstum von Red Hat setzte sich fort, und 2012 wurde das Unternehmen zum ersten Open-Source-Anbieter, der die Marke von einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz überschritt. Heute beschäftigt Red Hat weltweit rund 12.000 Mitarbeiter und bedient über 90 Prozent der Fortune-500-Unternehmen. Der deutsche Standort befindet sich in Grasbrunn bei München.
Das Unternehmen spezialisiert sich auf Schlüsseltechnologien wie Linux, Cloud-Computing, Container und Kubernetes. Mit diesen Tools helfen die Experten von Red Hat Unternehmen dabei, moderne IT-Infrastrukturen aufzubauen und zu verwalten. Durch die Übernahme von IBM konnte Red Hat seinen Einfluss weiter ausbauen und verband sein Fachwissen mit der globalen Reichweite von IBM.
Der 34-Milliarden-Deal festigte Red Hats Position als führender Anbieter von Open-Source-Unternehmenssoftware. Seine Technologien spielen heute eine zentrale Rolle in IBMs Hybrid-Cloud-Strategie. Mit Jahrzehnten an Innovation im Rücken bleibt das Unternehmen eine wichtige Stütze für Unternehmen, die auf Open-Source-Lösungen setzen.






