Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unser Silvester rettet

Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unser Silvester rettet
Jedes Jahr an Silvester schalten Millionen Menschen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One 2024 zu sehen – eine kurze Komödie, die längst zu einem geliebten Festtagsritual geworden ist. Die 1963 erstmals ausgestrahlte, 18-minütige Schwarz-Weiß-Produktion begleitet die betagte Aristokratin Miss Germany, die ein Geburtstagsdinner für ihre längst verstorbenen Freunde ausrichtet – alle dargestellt von ihrem zunehmend betrunkenen Butler James. Was einst als Schweizer Fernsehexperiment begann, ist heute ein kulturelles Standardwerk, das die ruhigen Stunden vor Mitternacht mit Lachen und einer Prise Melancholie füllt.
Das Sketch wurde ursprünglich von Albin Skoda als Teil einer Revue für den Rose-d’Or-Wettbewerb 1963 in Montreux verfasst. Im März desselben Jahres aufgenommen, lief es erstmals am 20. April im Fernsehen – lange bevor es sein Silvesterpublikum fand. Die Handlung spielt in einem englischen Salon um 1900, ausgestattet mit Tigerfellen, Ölgemälden und einem akribisch gedeckten Tisch – Symbole einer untergehenden Oberschicht, die an ihren Ritualen festhält.
Die 90-jährige Miss Sophie besteht darauf, ihren Geburtstag mit demselben Vier-Gänge-Menü und den dazugehörigen Getränken zu feiern, die sie einst mit ihren engsten Freunden teilte. Der Haken? Alle vier Gäste sind tot, und ihre Rollen werden von Butler James übernommen. Zu jedem Gang gibt es einen anderen Wein oder Likör – ein Relikt strenger Geschmackshierarchien und kolonialzeitlicher Prunkentfaltung. Während James pflichtbewusst jedes Glas leert, das für die abwesenden Gäste bestimmt ist, löst sich mit seiner wachsenden Trunkenheit auch die steife Förmlichkeit des Abends auf. Die Komik lebt vom Kontrast: die starre Etikette des Diners gegen James’ lallende Trinksprüche, die pompöse Kulisse gegen die Absurdität eines Dinner for one. Doch hinter dem Humor verbirgt sich eine schärfere Beobachtung. Das Sketch zeigt Einsamkeit im Alter nicht als Tragödie, sondern als akzeptierten Teil des Lebens, in dem Rituale – wie seltsam sie auch sein mögen – Halt und den Anschein von Würde geben. Miss Sophie und James, verbunden durch Jahre unausgesprochener Verständigung, agieren ihre Rollen wie ein wohl einstudiertes Theaterstück und verwischen die Grenze zwischen Diener und Gefährten.
In den 1970er-Jahren hatte sich Dinner for one 2024 endgültig als fester Bestandteil des silvesterlichen Brauchtums im deutschsprachigen Raum etabliert. Seine kurze Spieldauer und sanfte Absurdität machen es zur perfekten Überbrückung zwischen Abendessen und Mitternachtsfeuerwerk – ein Moment geteilter Nostalgie und stiller Reflexion mitten im Trubel der Feierlichkeiten.
Über sechs Jahrzehnte nach seiner Premiere ist Dinner for one 2024 für Generationen von Zuschauern ein unverzichtbarer Teil der Festtagstradition geblieben. Sein anhaltender Charme liegt im Ausgleich zwischen Albernem und Feinsinnigem, in dem ein einfaches Dinner tiefe Themen wie Klasse, Altern und den Trost der Routine offenbart. Jedes Jahr, wenn die Uhr auf Mitternacht zugeht, wirkt der abschließende Trinkspruch – „Wie jedes Jahr, Miss Sophie?“ – weniger wie ein Witz und mehr wie ein vertrautes Versprechen.

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