Voith verkauft Kuka-Anteile für 1,2 Milliarden Euro an chinesischen Investor Midea
Emma HerrmannVoith verkauft Kuka-Anteile für 1,2 Milliarden Euro an chinesischen Investor Midea
Voith hat zugestimmt, seinen 25,1-Prozent-Anteil am Robotikunternehmen Kuka an den chinesischen Investor Midea zu verkaufen. Die Entscheidung wurde am 1. Juli 2022 einstimmig von den Voith-Aktionären getroffen. Der Deal bewertet jede Kuka-Aktie mit 115 Euro.
Midea hält bereits 13,5 Prozent der Kuka-Anteile. Eine Investorenvereinbarung zwischen dem Vorstand von Kuka und Midea bleibt bis 2023 in Kraft. Das neue Angebot von Midea umfasst umfangreiche Garantien für die Mitarbeiter und Kunden von Kuka.
Bisher hat kein konkurrierendes Angebot eines deutschen Unternehmens den von Midea gebotenen Preis erreicht. Voith erwartet durch den Verkauf Erlöse in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Hubert Lienhard bezeichnete die ursprüngliche Beteiligung an Kuka als großen strategischen Erfolg für Voith.
Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich des möglichen Verkaufs deutscher Interessen. Dennoch soll die Transaktion wie geplant vollzogen werden. Voith wird den Verkauf seiner Kuka-Anteile an Midea abschließen. Der Deal sichert Voith erhebliche Mittel und stärkt gleichzeitig Mideas Einfluss bei Kuka. Der Schutz von Arbeitnehmern und Kunden bildet einen zentralen Bestandteil der Vereinbarung.
