Venezolanerin nach illegaler Einreise an deutsch-tschechischer Grenze festgenommen
Johanna SchwarzVenezolanerin nach illegaler Einreise an deutsch-tschechischer Grenze festgenommen
Eine 30-jährige Venezolanerin wurde an der deutsch-tschechischen Grenze festgenommen, nachdem sie versucht hatte, ohne gültige Berechtigung nach Deutschland einzureisen. Die Bundespolizei in Waidhaus nahm sie wegen des Verdachts der illegalen Einreise fest – nachdem sie zuvor bereits in Spanien einen Asylantrag gestellt hatte.
Die Frau war von Beamten gestoppt worden, als sie aus Tschechien kommend die Grenze nach Deutschland überqueren wollte. Die Behörden stellten fest, dass sie keine gültigen Reisedokumente für den Schengen-Raum besaß. Eine Überprüfung ihres Handys ergab, dass sie in Spanien einen Asylantrag eingereicht hatte, was ihre vorherige Registrierung dort bestätigte.
In ihrem Pass fand sich ein Stempel des Ausländeramts Stuttgart, der sie aufforderte, die Schengenzone bis zum 19. Mai 2025 zu verlassen. Zudem hatte sie eine offene Geldstrafe in Höhe von 134,50 Euro wegen illegalen Aufenthalts zu begleichen, die vom Amtsgericht Stuttgart im Juni 2025 verhängt worden war.
Die Bundespolizei beantragte ihre Inhaftierung, um die Einhaltung der Dublin-Verordnung sicherzustellen, die vorsieht, dass Asylsuchende in dem EU-Land bearbeitet werden, in dem sie erstmals eingereist sind. Ein Richter am Amtsgericht Weiden gab dem Antrag statt und ordnete ihre Haft bis Ende April an. Anschließend wurde sie in die Abschiebehaftanstalt nach Hof verlegt.
Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus meldete 2026 keine weiteren Festnahmen in diesem Zusammenhang im Rahmen von Grenzkontrollen entlang der Autobahn A6 oder im Bereich Neustadt an der Waldnaab/Tirschenreuth.
Die Frau bleibt bis zu ihrer Überstellung nach Spanien im Rahmen des Dublin-Verfahrens in Haft. Ihr Fall folgt einer früheren Verurteilung wegen illegalen Aufenthalts; die Behörden vollstrecken nun die ausstehende Geldstrafe sowie den Abschiebebeschluss.






