11 April 2026, 02:16

Trumps Unterschrift ziert neuen 100-Dollar-Schein – ein historischer Präzedenzfall

Ein schwarzer Hintergrund mit einer US-Fünfausenddollarnote mit einem Porträt von George Washington und fetter Schrift, die 'United States' und 'Five Thousand Dollars' liest.

Trumps Unterschrift ziert neuen 100-Dollar-Schein – ein historischer Präzedenzfall

US-Finanzministerium bringt im Juni neuen 100-Dollar-Schein mit Unterschrift von Donald Trump heraus – ein Novum für einen amtierenden Präsidenten

Im Juni wird das US-Finanzministerium einen neuen 100-Dollar-Schein in Umlauf bringen, der die Unterschrift von Präsident Donald Trump trägt – ein bisher beispielloser Schritt für einen lebenden Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Maßnahme reiht sich ein in Trumps jahrzehntelange Praxis, seinen Namen auf alles zu setzen, von Gebäuden bis hin zu staatlichen Schecks. Kritiker werfen ihm vor, damit seine langjährige Selbstvermarktung nun auch auf offizielle Währung auszuweiten.

Trumps Vorliebe, seinen Namen mit Projekten zu verbinden, begann lange vor seiner politischen Karriere. Als Unternehmer prägte er die Marke "Trump" auf Hotels, Steaks und sogar eine gescheiterte Universität. Sein Einstieg in den Präsidentschaftswahlkampf 2015 im Foyer des Trump Tower setzte den Ton dafür, persönliche Markenbildung mit öffentlichem Amt zu vermischen.

Während seiner ersten Amtszeit trafen die COVID-19-Hilfsschecks mit seinem aufgedruckten Namen bei den Bürgern ein. Zudem setzte er sich dafür ein, das Kennedy Center nach sich selbst umzubenennen – ein Vorhaben, das auf Widerstand bei Demokraten und Kunstförderern stieß. Erst kürzlich schlug ein republikanischer Abgeordneter vor, den internationalen Flughafen Dulles zu seinen Ehren umzubenennen.

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Der neue 100-Dollar-Schein wird neben Trumps Unterschrift auch die des Finanzministers Scott Bessent tragen. Der Zeitpunkt fällt mit Trumps 80. Geburtstag zusammen, was Spekulationen über politische Motive hinter dem Design anheizt. Darüber hinaus wurde anlässlich des 250. Jahrestags der USA eine Goldmünze im Wert von einem Dollar mit seinem Konterfei geprägt.

Seine Regierung hatte zuvor bereits die "Trump Gold Card" eingeführt, ein VIP-Visumprogramm, das ausländischen Investoren für eine Zahlung von fünf Millionen Dollar einen dauerhaften Aufenthaltstitel gewährt. Berichten zufolge lotete Trump zudem aus, dauerhafte Bauwerke im Weißen Haus und in Washington zu errichten, um ein physisches Erbe zu hinterlassen.

Der neue 100-Dollar-Schein ist nur das jüngste Beispiel dafür, wie Trump seinen Namen in offizielle US-Symbole einbettet. Mit der Münze, dem Flughafen-Vorschlag und möglichen Denkmälern reichen seine Bemühungen, das öffentliche Gedächtnis zu prägen, weit über die Politik hinaus. Die Ausgabe der Banknote im Juni wird seine Unterschrift in die Geldbörsen der gesamten Nation bringen – ob es den Kritikern gefällt oder nicht.

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