07 April 2026, 10:18

Tim Fehlbaums "5. September" triumphiert in Venedig mit historischer Medienkritik

Goldene Nadel mit "München 1972 Olympische Spiele" Text auf weißem Hintergrund.

Tim Fehlbaums "5. September" triumphiert in Venedig mit historischer Medienkritik

Tim Fehlbaums 5. September feierte am 29. August 2024 auf den Filmfestspielen von Venedig Premiere. Das deutsche Drama mit einer Laufzeit von 91 Minuten und einer Altersfreigabe ab 12 Jahren wurde seitdem mit breiter Anerkennung bedacht – darunter neun Lolas sowie Nominierungen für einen Oscar und einen Golden Globe.

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Der Film thematisiert die Geiselnahme von München 1972 während der Olympischen Spiele und verbindet Echtzeit-Berichterstattung mit einer scharfen Kritik am Einfluss der Medien. Journalisten und Produzenten des Senders ABC wechseln von der Sportberichterstattung zur Dokumentation der sich zuspitzenden Tragödie – und offenbaren dabei die ethischen Konflikte des Journalismus.

In 5. September sind John Magaro als Geoffrey Mason, Ben Chaplin als Marvin Bader, Leonie Benesch als Marianne Gebhardt und Peter Sarsgaard als Roone Arledge zu sehen. Durch eine zurückhaltende Inszenierung verzichtet der Film auf spektakuläre Effekte und untersucht stattdessen, wie Bilder das kollektive Gedächtnis und die moralische Verantwortung prägen.

Die Produktion wurde maßgeblich gefördert durch den Deutschen Filmförderfonds, den FilmFernsehFonds Bayern, HessenFilm und die Filmförderungsanstalt. Nach dem Festivalstart erschien der Film zwischen 2024 und 2025 in den Kinos.

Der Erfolg des Dramas unterstreicht seine Auseinandersetzung mit Medienmacht und historischer Verantwortung. Mit überzeugender Kritik und bedeutenden Auszeichnungen festigt 5. September Fehlbaums Ruf, packendes Storytelling mit drängenden gesellschaftlichen Fragen zu verbinden.

Quelle