06 May 2026, 12:20

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU zeigt tiefe Risse

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und weiterer Einzelheiten zum Wahltermin.

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU zeigt tiefe Risse

Jens Spahn hat eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesichert. Mit 86,5 Prozent der Stimmen setzte er sich durch, doch das Ergebnis offenbart deutliche Spaltungen innerhalb der Partei. Fast jeder fünfte Abgeordnete verweigerte ihm die Unterstützung – ein klares Zeichen für anhaltende Unzufriedenheit.

Bei der Abstimmung stimmten 167 Parlamentarier für Spahn, 26 dagegen, drei enthielten sich. Obwohl es keinen Gegenkandidaten gab, unterstützten nur 80 Prozent der insgesamt 208 Fraktionsmitglieder seine Führung. Kritiker verwiesen auf frühere Versäumnisse, darunter seine Rolle bei der gescheiterten Kanzlerkandidatur und gestrichenen Richterernennungen.

Auch Spahns Amtszeit als Gesundheitsminister geriet in den Fokus, insbesondere die teuren Maskenbeschaffungsdeals, bei denen fast 6 Milliarden Euro verschwendet wurden. Dennoch verhinderten diese Kontroversen nicht seine Wiederwahl, da viele seine jüngsten Bemühungen zur Stabilisierung der Fraktion würdigten. Nach anfänglichem Chaos hatte er sich darum bemüht, interne Widersacher zu überzeugen und Schulungen für neue Abgeordnete organisiert.

Das Ergebnis setzt Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz unter Druck. Spahns schwache Performance könnte Merz zu einer Vertrauensabstimmung zwingen. Zudem spiegelt es die größeren Probleme der Union wider, die in Umfragen mittlerweile hinter der rechtspopulistischen AfD liegt.

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Spahn bleibt zwar an der Spitze, doch mit einem geschwächten Mandat. Die Abstimmung zeigt, wie tief die Verunsicherung in der CDU/CSU sitzt, wo interne Streitigkeiten und schlechte Umfragewerte für Sorgen sorgen. Seine Führung wird nun von Verbündeten wie Gegnern gleichermaßen kritischer beobachtet.

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