Softwaredefinierte Fahrzeuge revolutionieren die Autoindustrie – doch die Kosten steigen
Johanna SchwarzSoftwaredefinierte Fahrzeuge revolutionieren die Autoindustrie – doch die Kosten steigen
Der Wandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen (SDVs) verändert grundlegend, wie Autos entwickelt und aktualisiert werden. Unternehmen wie Continental und Nio setzen auf neue Strategien, um Innovationen zu beschleunigen und die Komplexität zu verringern. Gleichzeitig bleiben steigende Kosten und technische Herausforderungen zentrale Sorgen der Branche.
Der bevorstehende automotiveIT car.summit 2025 in München wird diese Themen in den Fokus rücken. Vom 11. November 2025 an stehen autonomes Fahren, Vernetzung und die Zukunft der SDVs auf der Agenda.
Nio treibt die Beschleunigung der Entwicklungszyklen im SDV-Bereich voran. Das Unternehmen schafft einen vollständigen Entwicklungsprozess nun in etwa sechs Monaten – große Software-Updates folgen alle vier Monate. Benjamin Steinmetz, Director of Product Management Europe bei Nio, erklärt, dass dieses Tempo – oft als „China Speed“ bezeichnet – nicht auf strenger Kontrolle, sondern auf mehr Freiraum für Entwickler beruht. Zudem wird die Hardware so konzipiert, dass sie künftige Upgrades unterstützt und genug Rechenleistung für neue Funktionen bietet.
Continental setzt hingegen auf Zusammenarbeit, um die Softwareentwicklung zu vereinfachen. Mit den neuen Cloud Workbenches können Entwickler ihre Arbeit regelmäßig aktualisieren und synchronisieren. Ein eigens eingerichtetes Continental Cooperation Portal fördert zudem den Austausch mit externen Partnern. Um Innovationen weiter zu beschleunigen, erprobt das Unternehmen neue Formate wie Hackathons und Kooperationen mit Tech-Unternehmen wie AWS, Eclipse und Autosar.
Doch je komplexer die Fahrzeuge werden, desto aufwendiger gestaltet sich die Integration neuer Funktionen – und die zusätzlichen Kosten werden oft an die Kunden weitergegeben. Auf dem automotiveIT car.summit 2024 betonten Vertreter von Magna und Continental, dass ein stärker kooperativer Ansatz in der SDV-Entwicklung notwendig sei. Nio verlagert seinen Fokus unterdessen von reiner Technologie hin zu einer besseren Nutzererfahrung in seinen Fahrzeugen.
Der automotiveIT car.summit 2025 wird Branchenführern eine Plattform bieten, um die Herausforderungen der SDVs zu diskutieren – von der Entwicklungsgeschwindigkeit bis zum Kostenmanagement. Unternehmen wie Nio und Continental testen bereits neue Methoden, um sich einen Vorsprung zu sichern. Die Ergebnisse dieser Debatten könnten maßgeblich prägen, wie Fahrzeuge der Zukunft konstruiert, gebaut und aktualisiert werden.






