Scarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit einem Kuss Debatten über platonische Zuneigung aus
Johanna SchwarzScarlett Johansson und Jonathan Bailey lösen mit einem Kuss Debatten über platonische Zuneigung aus
Ein freundlicher Kuss zwischen Scarlett Johansson und Jonathan Bailey bei der Premiere von Jurassic World: Rebirth hat eine neue Diskussion über platonische Zuneigung ausgelöst. Der Moment ist Teil eines wachsenden Trends, bei dem Prominente solche Gesten offen zeigen – sei es auf roten Teppichen oder in sozialen Medien. Experten zufolge spiegeln diese Zeichen der Zuneigung tiefere soziale Bindungen wider und weniger romantische Absichten.
Der Kuss zwischen Johansson und Bailey ereignete sich während der Werbeveranstaltungen für ihren neuen Film. Bailey verteidigte später die Geste und erklärte, das Leben sei zu kurz, um Liebe nicht auf vielfältige Weise zu zeigen. Seine Worte spiegeln einen größeren Wandel in der öffentlichen Einstellung der letzten fünf Jahre wider, da ähnliche Momente – wie in Serien wie Euphoria oder Heartstopper – immer häufiger und akzeptierter werden.
Johanssons Ehemann, Colin Jost, nahm alle Spekulationen über den Kuss gelassen. Er scherzte, die Leute würden oft überreagieren, wenn sich Freunde zur Begrüßung küssen, und merkte an, dass Baileys offene Homosexualität eine romantische Deutung unwahrscheinlich mache. Diese lockere Reaktion passt zu einem allgemeinen kulturellen Trend, solche Küsse zunehmend als rein platonisch zu betrachten.
Auch andere Prominente zeigen ähnliche Zuneigungsbekundungen. Die Moderatorin von This Morning, Cat Deeley, postete kürzlich ein Geburtstagsfoto, auf dem sie ihre beste Freundin Charlie Brear auf den Lippen küsst. Deeley bezeichnet diese "Freundinnen-Küsse" als natürlichen Teil ihrer engen Freundschaften. Gleichzeitig haben auch Persönlichkeiten wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna in den letzten Jahren ihre besten Freund:innen öffentlich geküsst.
Die Körpersprache-Expertin Judi James erklärt, dass es bei diesen Küssen weniger um Romantik als vielmehr um urtümliches Fürsorgeverhalten gehe. Sie vergleicht sie mit der Art, wie Tiere – einschließlich Primaten – körperlichen Kontakt nutzen, um soziale Bindungen zu stärken und ein Gefühl von Sicherheit zu schaffen. James zufolge dient die öffentliche Inszenierung dieser Küsse als Ritual – sie zeigt die Stärke einer Freundschaft, statt sie zu verbergen.
Die zunehmende Sichtbarkeit platonischer Küsse unter Prominenten spiegelt eine breitere kulturelle Akzeptanz wider. Was früher gelegentlich auf Kritik stieß, gilt heute oft als normale Ausdrucksform von Freundschaft. Da soziale Medien und Unterhaltung solche Momente normalisieren, verschwimmt die Grenze zwischen romantischer und platonischer Zuneigung in der Öffentlichkeit zunehmend.






