24 April 2026, 10:21

Rekordzahl illegaler Grenzübertritte in Kempten: 1.819 Fälle im Jahr 2023

Balkendiagramm, das die Zahl der Festnahmen an der Südwestgrenze der USA durch die US-Grenzpolizei im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Rekordzahl illegaler Grenzübertritte in Kempten: 1.819 Fälle im Jahr 2023

Die Bundespolizeiinspektion Kempten verzeichnete im Jahr 2023 insgesamt 1.819 illegale Grenzübertritte. Beamte hielten zudem 1.290 Personen fest, die wegen verschiedener Straftaten gesucht wurden. Die Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen an zentralen Einreisepunkten, insbesondere entlang der Autobahn A96 in der Nähe von Hörbranz.

Allein im Oktober 2023 stellten die Behörden 225 Ausländer ohne gültige Einreisedokumente fest. Fast die Hälfte aller illegalen Einreisen in diesem Jahr wurde am Grenzübergang Hörbranz registriert. Ein weiterer erheblicher Anteil kam bei Kontrollen in Fernbussen ans Licht.

Im Laufe des Jahres 2023 wurden 60 Prozent der illegal Eingereisten entweder zurückgewiesen oder abgeschoben. Die Mehrheit der unerlaubten Ankünfte stammte aus Syrien, Afghanistan und der Türkei. Die Polizei erstattete zudem 177 Anzeigen in Verbindung mit gefälschten oder manipulierten Reisedokumenten.

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Zu den Durchsetzungsmaßnahmen gehörten die Festnahme von 105 Schleusern, die insgesamt 330 Migranten über die Grenzen gebracht hatten. Darüber hinaus wurden 94 Personen in Gewahrsam genommen, um ihre Abschiebung vorzubereiten. Die Bundespolizeiinspektion Kempten betonte das Ausmaß sowohl der illegalen Migration als auch der organisierten Schleuserkriminalität in der Region.

Der Jahresbericht 2023 zeigt sowohl Erfolge bei der Grenzüberwachung als auch anhaltende Probleme auf. Zwar konnten die Behörden Tausende illegale Einreisen verhindern und Schleuser festnehmen, doch bleiben Schlüsselflächen wie Hörbranz besonders risikoreiche Zonen. Die Daten unterstreichen zudem das fortbestehende Problem von Dokumentenfälschungen bei unerlaubten Einreiseversuchen.

Quelle