27 March 2026, 08:16

Regionalverkehr steht vor dem Kollaps – 14 Milliarden Euro fehlen bis 2031

Eine detaillierte Stadtkarte, die eine Zugroute von München nach Frankfurt mit markierten Haltestellen, Umgebung und zusätzlichen Zuginformationen hervorhebt.

Regionalverkehr steht vor dem Kollaps – 14 Milliarden Euro fehlen bis 2031

Regionalverkehr in Deutschland drohen massive Kürzungen – ohne zusätzliche Mittel

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Betreiber von Bus- und Bahnlinien warnen vor drastischen Streichungen, falls bis 2031 keine weiteren 14 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das aktuelle Jahresbudget von 12 Milliarden Euro, das jährlich um 3 Prozent steigt, reicht angesichts explodierender Kosten nicht mehr aus.

Die Verkehrsministerkonferenz fordert die Bundesregierung auf, die Finanzierungslücke zu schließen. Als Lösung schlagen die Länder höhere Regionalisierungsmittel vor. Andere europäische Staaten wie die Schweiz setzen bereits auf spezielle Fonds – etwa den Eisenbahnfonds –, die unter anderem durch Lkw-Mautgebühren finanziert werden. Ein Modell, das auch die Europäische Kommission für Hochgeschwindigkeitsprojekte empfiehlt.

Erfolgreiche Ansätze im Ausland umfassen langfristige Trassenpreise, kostendeckende Gebühren und eine Nutzerfinanzierung. Diese Methoden sorgen für Planungssicherheit und eine gerechte Kostenverteilung zwischen den Verkehrsmitteln. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat sich jedoch bisher geweigert, zusätzliche Mittel zuzusagen. Er begründete dies mit einem zu engen Zeitrahmen für eine Entscheidung.

Ohne Gegenmaßnahmen könnten Verkehrsbehörden gezwungen sein, das Angebot zu reduzieren. Die Finanzlücke bedroht sowohl Bus- als auch Bahnnetze – viele Regionen müssen mit dem Verlust wichtiger Verbindungen rechnen.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kosten schneller steigen als die jährliche Budgeterhöhung von 3 Prozent. Bleibt alles wie bisher, könnten Fahrgäste schon in wenigen Jahren mit weniger Zügen und Bussen konfrontiert sein. Der Beschluss der Verkehrsminister erhöht nun den Druck auf die Bundesregierung, zu handeln – bevor es zu Kürzungen kommt.

Quelle