05 May 2026, 12:19

Proteste gegen rechtsextreme Vernetzung bei Gladiator Fight Academy in Halle

Zwei Personen üben Karate mit Stöcken in einer Turnhalle, während andere zuschauen, mit sichtbaren Deckenleuchten im Hintergrund.

Proteste gegen rechtsextreme Vernetzung bei Gladiator Fight Academy in Halle

Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung gegen die Gladiator Fight Academy statt, ein Fitnessstudio, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Nach Angaben der Organisatoren nahmen etwa 300 Menschen teil, die Polizei sprach hingegen von rund 170 Demonstranten. Die Teilnehmer forderten die Schließung des Studios und skandierten Parolen gegen rechtsextreme Einflüsse in ihren Gemeinden.

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Der Protest erfolgte im Anschluss an die Premiere der Gladiator Fight Series des Studios im sachsen-anhaltischen Teutschenthal. Kritiker bezeichnen die Location als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Nachwuchsrekrutierung, an dem Schlüsselpersonen mit Bezügen zu extremistischen Gruppen beteiligt seien.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger in der Kritik wegen ihrer mutmaßlichen Verbindungen zu gewaltbereiten rechtsextremen Kreisen. Zu ihrem Kernteam gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Ein weiterer Akteur, Christopher Henze, soll Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig unterhalten. Auch Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Studio, tritt bei dessen Veranstaltungen an und pflegt Verbindungen in dieselben extremistischen Netzwerke.

Im Fokus der Proteste stand die Rolle des Studios als möglicher Knotenpunkt rechtsextremer Aktivitäten. Die Demonstranten zeigten sich empört, dass die Veranstaltung in einem kommunalen Kulturzentrum in Teutschenthal stattfand – einem mit öffentlichen Geldern finanzierten Ort. Sie warf dem Veranstalter vor, unter dem Deckmantel des Sports extremistische Zusammenkünfte zu ermöglichen.

An der Premiere der Kampfveranstaltung nahmen auch Politiker der rechtsextremen AfD teil, darunter Paul Backmund, AfD-Kandidat im Wahlkreis Halle IV, sowie Fabian Jank, AfD-Abgeordneter im brandenburgischen Landtag, und Benedikt Weiß, ein weiterer AfD-Kandidat in Halle II.

Behörden beschreiben das Studio als offen gewalt- und diskriminierungstolerant. In der Führungsebene finden sich Personen mit dokumentierten Verbindungen zu rechtsextremen, männlich dominierten Extremistengruppen. Die Demonstration unterstrich die wachsende Besorgnis über den Einfluss des Studios in der lokalen Gemeinschaft.

Der Protest in Halle spiegelt die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten der Gladiator Fight Academy wider. Die Demonstranten forderten ihre Schließung mit der Begründung, das Studio fördere rechtsextreme Vernetzungen und verbreite extremistisches Gedankengut. Die Nutzung eines öffentlichen Kulturzentrums für die Veranstaltung hat die Kritik an den Machenschaften des Studios zusätzlich angeheizt.

Quelle