ProSieben bringt umstrittene KI-Show mit digitalen Musiklegenden
Umstrittene neue Unterhaltungsshow: ProSieben bringt im April "Staying Alive – Stars singen mit Legenden"
Nächsten Monat startet bei ProSieben eine kontroverse neue Unterhaltungsshow: "Staying Alive – Stars singen mit Legenden" bringt lebende deutsche Künstler mit digital wiederbelebten Musikikonen auf die Bühne. Die Premiere ist für den 25. April 2023 geplant, eine Woche später folgt die zweite Folge.
Mithilfe von KI-Technologie werden die Gesichter und Stimmen verstorbener Stars so verändert, dass sie in ihrer Blütezeit erscheinen. Der deutsche Popstar Sasha tritt dabei gemeinsam mit einer digitalen Version von Amy Winehouse auf. Weitere "wiederbelebte" Legenden sind Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury.
Das Konzept stößt bereits auf Kritik – manche nennen es grotesk und respektlos. Besonders Winehouse litt zu Lebzeiten unter öffentlicher Beobachtung und gesundheitlichen Problemen. Kritiker werfen der Show vor, ihr Vermächtnis auszunutzen.
Hinter dem Format steht ProSiebenSat.1, das unter finanziellen Problemen leidet. Erst im vergangenen Jahr kündigte der Sender massive Sparmaßnahmen an, darunter den Abbau von über 400 Stellen. Die neue Show ist Teil einer Strategie, um Quoten zu steigern und die Zukunft des Senders zu sichern.
Produziert wird die Sendung von Endemol Shine, den Machern von Reality-Formaten wie "Promis unter Palmen", "Daniela Katzenberger" und "Big Brother". Das Unternehmen hat Erfahrung mit hochkarätigen Unterhaltungsformaten, doch der Einsatz von KI in dieser Form ist neu.
Die erste Folge läuft am 25. April, die zweite ist für den 2. Mai geplant. ProSiebenSat.1 hofft, dass die KI-gestützten Auftritte Zuschauer anziehen und die Position des Senders im hart umkämpften Markt stärken. Doch die Nutzung digitaler Rekonstruktionen bleibt unter Fans und Branchenbeobachtern ein umstrittenes Thema.






