Oktoberfest wird nachhaltiger: Klimaneutrale Zelte und weniger Lebensmittelverschwendung
Jana KellerOktoberfest wird nachhaltiger: Klimaneutrale Zelte und weniger Lebensmittelverschwendung
Das Oktoberfest geht weitere Schritte, um Abfall zu reduzieren und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Fünf große Bierzelte gleichen ihre unvermeidbaren CO₂-Emissionen nun durch Klimaprojekte aus. Gleichzeitig hilft eine neue Initiative mit der App Too Good To Go, Lebensmittelverschwendung zu verringern, indem überschüssige Mahlzeiten zu ermäßigten Preisen verkauft werden.
Seit 2012 läuft das Fest vollständig mit erneuerbaren Energien – alle Fahrgeschäfte werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. In diesem Jahr haben fünf Zelte – Hacker-Pschorr-Festzelt, Schottenhamel, Fischer-Vroni, Ammer und Kufflers Weinzelt – bestätigt, dass sie ihren verbleibenden CO₂-Fußabdruck durch zertifizierte Klimaneutralitätsprogramme ausgleichen.
Schon im vergangenen Jahr hatten einige Veranstalter Lebensmittelabfälle erfasst, um die Planung für 2024 zu optimieren. Jetzt verkauft die Too Good To Go-App übrig gebliebene Speisen in Überraschungstüten zu reduzierten Preisen, statt sie zu entsorgen. Bei Edeka Theresie gibt es Backwaren für 3 Euro, im Ammer-Zelt eine komplette Mahlzeit oder Beilagen für 9,50 Euro. Kunden holen ihre Bestellungen zu festen Zeiten ab und bringen eigene Behälter mit.
Einige Tüten enthalten zudem Gutscheine von Edeka oder Too Good To Go. Die Aktion regt Besucher dazu an, Ressourcen bewusster zu nutzen – ohne auf den Festgenuss verzichten zu müssen.
Die Bemühungen des Oktoberfests zeigen, wie Großveranstaltungen nachhaltiger gestaltet werden können. Durch den Ausgleich von Emissionen, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen setzt das Fest ein Beispiel für andere. Die Veranstalter werden auch künftig Fortschritte messen, um ihren Ansatz weiter zu verbessern.






