Nina Ortlieb kämpft sich trotz 25 Operationen zurück zu Olympia 2026
Johanna SchwarzNina Ortlieb kämpft sich trotz 25 Operationen zurück zu Olympia 2026
Mit nur 29 Jahren blickt Skifahrerin Nina Ortlieb auf eine Karriere zurück, die von unerbittlichen Rückschlägen und außergewöhnlicher Widerstandskraft geprägt ist. Als Tochter des Olympiasiegers Patrick Ortlieb hat sie bereits über zwei Dutzend Operationen und zahlreiche schwere Verletzungen durchstanden. Doch trotz aller Herausforderungen bleibt sie entschlossen, ihr nächstes großes Ziel zu verfolgen: die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina.
Nina Ortliebs Weg im Skisport war alles andere als geradlinig. Noch vor ihren jüngsten Rückschlägen hatte sie bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten sowie Brüche an Schulter, Rippen, Becken, Arm, Hand und Nase. Solche Verletzungen hätten viele Sportlerinnen und Sportler für immer aus dem Wettkampf gedrängt.
Ihr letzter Kampf begann im Januar 2023, als sie sich bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen den rechten Wadenbeinbruch zuzog – eine Verletzung, die sie als "ihren Albtraum, der Wirklichkeit wurde" beschrieb. Es war das zweite Mal innerhalb von nur 13 Monaten, dass sie sich denselben Knochen brach. Doch bereits im September stand sie wieder auf Skiern und trainierte.
Trotz Schmerzen und Reha sprechen Ortliebs Erfolge für sich: 2023 wurde sie Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt und bewies damit ihr Können und ihre mentale Stärke. Nun, mit dem Blick auf 2026, geht sie jedes Training mit Dankbarkeit an – jede Kurve ist ein Schritt näher an ihren Olympiatraum.
Ihr Vater, Patrick Ortlieb, kennt die Anforderungen des Sports nur zu gut. Er gewann selbst Olympiagold in der Abfahrt und setzte damit Maßstäbe. Doch Ninas Weg ist nicht nur durch ihre Abstammung geprägt, sondern vor allem durch ihre Weigerung, sich von Verletzungen die Zukunft diktieren zu lassen.
Ortliebs Rückkehr ins Training nach achtmonatiger Pause unterstreicht ihren unerschütterlichen Einsatz. Mit 25 Operationen hinter sich und den Olympischen Spielen 2026 vor Augen kämpft sie weiter. Ihre Geschichte ist eine der Beharrlichkeit – jede Abfahrt ist für sich genommen ein kleiner Sieg.






