10 April 2026, 16:18

Neues Michael-Jackson-Biopic: Familienstreit droht Film-Release zu überschatten

Plakat mit der Aufschrift 'Eine kurze Geschichte von T.J. Jackson' mit einem zentralen Porträt umgeben von Bildern von Blättern, einer Flagge und anderen Gegenständen.

Neues Michael-Jackson-Biopic: Familienstreit droht Film-Release zu überschatten

Ein neues Biopic über Michael Jackson soll bald in die Kinos kommen – doch rechtliche Streitigkeiten innerhalb seiner Familie drohen die Veröffentlichung zu überschatten. Der unter dem Titel Michael erscheinende Film soll das Vermächtnis des verstorbenen Popstars wiederherstellen und gleichzeitig Einnahmen für seinen Nachlass generieren. Unterdessen liefern sich seine Kinder – Prince, Paris und Bigi – einen langwierigen Machtkampf mit den Testamentsvollstreckern um mehr finanzielle Transparenz.

Aus einem einst hochverschuldeten Erbe ist mittlerweile ein Milliardenunternehmen geworden. Doch 17 Jahre nach Jacksons Tod sind die Spannungen zwischen seinen Erben und den Verwaltern noch immer ungelöst. Als Michael Jackson 2009 starb, befand sich sein Nachlass in einem chaotischen Zustand: Mit Schulden in Höhe von 500 Millionen Dollar am Rande des Bankrotts, wurde er von den von ihm eingesetzten Testamentsvollstreckern John Branca und John McClain gerettet. Unter ihrer Führung entwickelte sich der Nachlass zu einem lukrativen Geschäft, das über die Jahre Milliardenumsätze erzielte.

In dem bevorstehenden Biopic Michael übernimmt Jaafar Jackson, ein Neffe des Popstars, die Hauptrolle, während Colman Domingo und Nia Long seine Eltern verkörpern. Zu den Produzenten zählen Branca und McClain, die zugleich als Testamentsvollstrecker fungieren – eine Konstellation, die vor allem bei Paris Jackson auf Kritik stößt. Sie wirft dem Projekt vor, die finanzielle Intransparenz der Verwalter zu ignorieren, und fordert mehr Offenlegung.

Paris hinterfragte öffentlich die Besetzung von Miles Teller als Branca, dem ehemaligen Unterhaltungsanwalt ihres Vaters. Doch ihre Bedenken gehen über den Film hinaus: Gemeinsam mit ihren Geschwistern kämpft sie seit Langem um klarere und zeitnahe Rechenschaftsberichte der Testamentsvollstrecker. Der Konflikt eskalierte im März, als die Anwälte des Nachlasses Paris in einer Gerichtseinreichung vorwarfen, sie inszeniere "pressefotogene Auftritte für die Boulevardpresse" und "stolziere in Verhandlungsräume".

Ein Richter entschied kürzlich über den Fall und genehmigte einen Zeitplan für die Vorlage der Ausgaben durch den Nachlass. Branca und McClain erhielten jedoch eine Fristverlängerung und müssen ihren Rechenschaftsbericht für 2025 erst im April 2027 vorlegen. Die Entscheidung hat wenig dazu beigetragen, die Frustration der Familie zu mildern – das Testamentsverfahren zieht sich nun bereits ins 17. Jahr hin.

Das Biopic Michael sollte eigentlich das Ansehen des Sängers wiederherstellen und die finanzielle Zukunft seiner Erben sichern. Stattdessen ist es in den anhaltenden Streit zwischen Jacksons Kindern und den Nachlassverwaltern geraten. Mit noch immer ungelösten juristischen Auseinandersetzungen bleibt die finanzielle Zukunft der Familie – und das Erbe des "King of Pop" – weiter ungewiss.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle