14 April 2026, 02:18

Neuer dena-Leitfaden zeigt, wie Kommunen erneuerbare Energien gemeinsam nutzen können

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Investing in Communities: Biggest Investment in Rural Electricity Since the New Deal".

Neuer dena-Leitfaden zeigt, wie Kommunen erneuerbare Energien gemeinsam nutzen können

Neuer Leitfaden zu Energiegemeinschaften: Wie Kommunen erneuerbare Energien teilen können

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat einen neuen Leitfaden zu Energieteilungs-Gemeinschaften veröffentlicht. Im Rahmen des Projekts ESCdigital wurde untersucht, wie lokale Gruppen zusammenarbeiten können, um erneuerbare Energien gemeinsam zu nutzen. Laut den Verantwortlichen kommt den kommunalen Versorgern dabei eine Schlüsselrolle zu.

Das Projekt ESCdigital wurde von der dena im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geleitet. Ziel war es, zu erproben, wie Energiegemeinschaften (Energy-Sharing Communities, ESCs) unter den bestehenden deutschen Rechtsvorschriften funktionieren können. Eine zentrale Erkenntnis: Entscheidend ist ein kooperativer Ansatz, bei dem Erzeuger und Verbraucher mit einem Energieversorger als Dienstleister zusammenarbeiten.

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Der Leitfaden unterteilt den Prozess in vier klare Schritte und bietet auch Lösungen für Gemeinschaften ohne zentralen Versorger. In Wunsiedel übernahm der lokale Energieversorger SWW Wunsiedel diese zentrale Rolle und zeigte, wie das Modell in der Praxis umsetzbar ist.

Die Ergebnisse des Projekts wurden am 12. Mai 2025 in einem Webinar vorgestellt. Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin der dena, betonte, dass die Energiewende vor allem auf lokaler Ebene vorangetrieben werde. Kommunale Versorger seien ideale Partner für solche Energieteilungs-Initiativen.

Der Druck zur Förderung solcher Modelle wächst, da die EU-Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie von Deutschland verlangt, die Anforderungen an Energieversorger für die gemeinsame Nutzung bis Mitte 2026 zu vereinfachen.

Der Leitfaden bietet ein praktisches Rahmenwerk für die Gründung von Energiegemeinschaften. Angesichts der bevorstehenden EU-Frist müssen deutsche Gesetzgeber nun die regulatorischen Bedingungen anpassen, um diese lokalen Energieprojekte zu unterstützen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen Verbrauchern, Erzeugern und Versorgern entscheidend für den Erfolg sein wird.

Quelle