17 April 2026, 00:23

Münchner Gipfel stärkt kasachisch-bayerische Wirtschaftsbeziehungen auf Rekordniveau

Luftaufnahme eines großen Industriegebiets in Leipzig, Deutschland, beschriftet mit "Bell Europe", mit Gebäuden, Bäumen, Straßen und anderer Infrastruktur.

Münchner Gipfel stärkt kasachisch-bayerische Wirtschaftsbeziehungen auf Rekordniveau

Eine hochrangige kasachische Delegation unter der Leitung des Ersten Vize-Ministerpräsidenten Roman Sklyar hat kürzlich München besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Bayern zu stärken. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Ausbau des Handels, Investitionsmöglichkeiten und die künftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen.

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Bayern verzeichnete 2024 ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 800 Milliarden US-Dollar und zählt damit zu den 22 größten Volkswirtschaften der Welt. Für Kasachstan bleibt das Land der wichtigste Handelspartner innerhalb der GUS und Zentralasiens – der bilaterale Handel erreichte im vergangenen Jahr ein Volumen von 4,7 Milliarden Euro.

Während des Besuchs führte Sklyar Gespräche mit Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. Dabei ging es vor allem um die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen, darunter mögliche Investitionen und die Erleichterung des Handels. Aiwanger betonte die komplementäre Natur der beiden Volkswirtschaften und kündigte Pläne für eine direkte Flugverbindung zwischen Schymkent und München an.

Es folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema "Kasachisch-Bayerischer Wirtschaftsdialog", an der rund 70 Vertreter bayerischer Unternehmen teilnahmen. Sklyar und Aiwanger loteten Möglichkeiten aus, die Zusammenarbeit in Schlüsselbranchen zu intensivieren.

Zudem traf Sklyar mit Eric Beißwenger zusammen, Bayerns Staatsminister für Europaangelegenheiten und internationale Beziehungen. Beißwenger bekräftigte Bayerns Engagement für den Ausbau der wirtschaftlichen und humanitären Beziehungen zu Kasachstan. Er unterstrich die Bereitschaft der Region, gemeinsame Initiativen zu unterstützen und die Zusammenarbeit auf Regierungsebene zu stärken.

Der Handel zwischen Kasachstan und Bayern machte 2024 fast die Hälfte des gesamten Handelsvolumens zwischen Kasachstan und Deutschland aus. Kasachstan belegt derzeit Platz 21 unter Bayerns Handelspartnern und Rang 15 bei den Importen in die Region.

Die Treffen in München markieren einen neuen Schub für die wirtschaftliche Integration zwischen Kasachstan und Bayern. Angesichts des bereits beträchtlichen Handelsaufkommens und der geplanten neuen Flugverbindungen wollen beide Seiten die bestehende Dynamik nutzen. Künftige Gespräche werden sich voraussichtlich darauf konzentrieren, die getroffenen Zusagen in konkrete Projekte und Partnerschaften umzusetzen.

Quelle