15 May 2026, 16:20

Merz blockiert Wahlalter 16 für Bundestagswahlen trotz EU-Vorbild

Portr"at von Johann Wolfgang von Goethe in einer schwarzen Robe, identifiziert als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, auf einem alten Dokument aus dem Jahr 1789 mit sichtbarem Text.

Merz blockiert Wahlalter 16 für Bundestagswahlen trotz EU-Vorbild

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Absenkung des Wahlalters für Bundestagswahlen von 18 auf 16 Jahre ausgeschlossen. Diese Entscheidung trifft er trotz Forderungen, die Regelungen an die Europawahlen anzupassen, bei denen 16-Jährige bereits wahlberechtigt sind. Der CDU-Vorsitzende besteht darauf, dass 18 das angemessene Alter für die volle politische Teilhabe bleibt.

Merz argumentiert, dass das Wahlrecht mit anderen rechtlichen Verantwortlichkeiten übereinstimmen sollte. Mit 18 erreichen Bürger die Volljährigkeit und erlangen sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht – also die Möglichkeit, zu wählen und selbst gewählt zu werden. Er fragte, warum nur das aktive Wahlrecht gesenkt werden solle, während die Wählbarkeit für Ämter weiterhin bei 18 Jahren bleibe.

Mehrere Bundesländer erlauben 16-Jährigen bereits, an Kommunal- und Landtagswahlen teilzunehmen. Doch Merz zeigt sich skeptisch, diese Regelung auf Bundesebene auszuweiten. Zwar sei er offen für eine Debatte, doch bisher habe ihn kein Argument überzeugt.

Der Kanzler betont die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung der politischen Rechte. Eine Senkung des Wahlalters für den Bundestag würde seiner Meinung nach ein Ungleichgewicht schaffen, sofern nicht alle politischen Rechte gleichzeitig angepasst würden. Vorerst bleibt das Wahlalter für Bundestagswahlen bei 18 Jahren.

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Die Ablehnung bedeutet, dass 16-Jährige weiterhin nur bei Europa- und einigen Landeswahlen wählen dürfen. Bundestagswahlen bleiben Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Merz’ Haltung festigt den Status quo – es sei denn, neue Erkenntnisse bringen ihn zum Umdenken.

Quelle