15 May 2026, 06:18

Megumis Film Fujiko triumphiert beim Far East Film Festival und setzt Zeichen

Außenansicht des Meguro-Kinos in Tokio, Japan, mit Plakaten, einer hängenden Lampe, Stufen zum Eingang und einem Wasserzeichen.

Megumis Film Fujiko triumphiert beim Far East Film Festival und setzt Zeichen

Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi sorgt mit ihrem neuesten Film Fujiko für Furore. Das in den 1970er- und 1980er-Jahren in Shizuoka angesiedelte Drama benötigte vier Jahre bis zur Fertigstellung und wurde kürzlich mit den höchsten Auszeichnungen des Far East Film Festivals geehrt. Inspiriert von realen Schicksalen spiegelt das Projekt Megumis Bestreben wider, Frauen in Japans Unterhaltungsbranche zu stärken.

Megumi produzierte Fujiko nicht nur, sondern übernahm auch die Hauptrolle in dem Film, der auf der Familiengeschichte von Taichi basiert. Die Handlung spielt im Shizuoka der Jahrhundertmitte und vereint ein hochkarätiges Ensemble mit Yuki Katayama, Lily Franky, You, Issey Ogata, Kayoko Kishimoto und Tsuyoshi Ujiki. Ihr Engagement für das Projekt speist sich aus einer alarmierenden Statistik: Japan belegt unter den Industrienationen den letzten Platz, wenn es um das Selbstwertgefühl von Frauen geht.

Beim 28. Far East Film Festival in Udine sicherte sich Fujiko sowohl den Golden Mulberry Publikumspreis als auch eine geteilte Auszeichnung der Black-Dragon-Jury. Dieser Erfolg folgt auf Megumis rekordverdächtige Netflix-Serie Badly in Love, die ihr einen mehrjährigen Inhaltspakt mit dem Streaming-Riesen einbrachte.

Doch Megumi ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Als Schauspielerin stehen drei weitere Projekte an: Nameless, This Is I sowie eine noch unbetitelte japanisch-britische Koproduktion. Als Produzentin arbeitet sie zudem an zwei neuen Vorhaben – einem über einen Mann in den mittleren Jahren und seine Tochter, das andere basierend auf ihren eigenen schmerzhaften Lebenserfahrungen.

In Japans Filmbranche ist Megumi eine Ausnahmeerscheinung: Sie glänzt nicht nur als gefeierte Schauspielerin, sondern auch als engagierte Produzentin. Zu ihren früheren Arbeiten zählen The Stormy Family, One Night, The Blood of Wolves, The Naked Director und Ōoku: The Inner Chambers.

Mit der Festivalprämierung von Fujiko und ihren vielversprechenden neuen Projekten setzt Megumi weiterhin Maßstäbe im japanischen Kino. Ihre Doppelfunktion als Schauspielerin und Produzentin ermöglicht es ihr, Geschichten zu formen, die Konventionen herausfordern und Frauen eine Stimme verleihen. Der Erfolg des Films unterstreicht ihren wachsenden Einfluss – sowohl vor als auch hinter der Kamera.

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