Martin Hagen wird neuer FDP-Generalsekretär an Kubickis Seite
Martin Hagen soll neuer Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei (FDP) werden. Der 43-jährige Politiker wird künftig an der Seite von Wolfgang Kubicki arbeiten, dessen Wahl zum Parteivorsitzenden nun so gut wie sicher scheint. Hagens Aufstieg ist das Ergebnis jahrelangen politischen Engagements – von der Führung der FDP-Wiederbelebung in Bayern bis hin zu seiner bundesweiten Kritik an der Pandemiepolitik.
Geboren wurde Hagen 1981 in La Spezia, Italien, als Sohn deutscher Eltern. Er wuchs im oberbayerischen Landkreis Rosenheim auf, studierte in München Politikwissenschaft und Psychologie und stieg anschließend in die Politik ein. Mit nur 28 Jahren berief ihn Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum Geschäftsführer des FDP-Landesverbands Bayern.
2018 führte er die Partei zurück in den Bayerischen Landtag – nach vier Jahren Abwesenheit. In den folgenden fünf Jahren agierte er als Fraktionsvorsitzender und machte sich mit scharfsinnigen politischen Strategien einen Namen. Während der Coronavirus-Pandemie zog er mit seiner öffentlichen Kritik an Markus Söders Lockdown-Maßnahmen bundesweite Aufmerksamkeit auf sich.
Hagens Einfluss reicht jedoch über die Landespolitik hinaus. 2024 gründete er gemeinsam mit der ehemaligen Ministerin Kristina Schröder und dem Historiker Andreas Rödder das Thinktank Republik 21, das liberalkonservative Debatten in Deutschland prägen soll.
Mit dem Rückzug Henning Hönes aus dem Rennen um den Parteivorsitz ist Kubickis Weg an die FDP-Spitze nun frei. Als Generalsekretär wird Hagen für das werben, was er einen „lebendigen Diskurs“ in der Partei nennt. Er ist überzeugt, dass die FDP eine mutigere, selbstbewusstere Haltung einnehmen muss – und nicht in die politische Mitte rücken sollte –, um wieder an Zuspruch zu gewinnen.
Hagens Ernennung leitet eine neue Phase für die FDP unter Kubickis Führung ein. Die Partei will nun ihr politisches Profil schärfen und ihre Basis zurückgewinnen. Seine Erfahrungen in Bayern und sein bundesweites Profil deuten auf einen kämpferischeren Kurs in den kommenden Monaten hin.






