Lufthansa will Bremen–Frankfurt-Strecke streichen – Wirtschaft schlägt Alarm
Leon SchmidtLufthansa will Bremen–Frankfurt-Strecke streichen – Wirtschaft schlägt Alarm
Lufthansa plant Streichung der Flugverbindung Bremen–Frankfurt bis Juli 2026
Die Ankündigung der Lufthansa, die direkte Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt bis Juli 2026 einzustellen, hat bei regionalen Wirtschaftsverbänden Besorgnis über die möglichen Folgen für die Wirtschaftskraft der Region ausgelöst. Ein gemeinsamer Appell zur Rettung der Strecke findet bereits breite Unterstützung.
Vor zwei Wochen starteten die Handelskammern Bremen und Oldenburg die Initiative „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugverbindung Bremen–Frankfurt erhalten!“. Mittlerweile unterstützen über 31 Kammern, Wirtschaftsverbände und 370 Unternehmen die Kampagne. Sie argumentieren, dass weder Bahnverbindungen noch alternative Flugrouten nach Zürich oder Wien die Effizienz und Häufigkeit der Frankfurt-Anbindung ersetzen könnten.
Vertreter beider Kammern haben sich direkt an Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewandt und gefordert, die Strecke zu erhalten. Besonders betonen sie die Abhängigkeit Bremens von internationalen Verbindungen – das Land verzeichnet mit fast 70 Prozent die höchste Exportquote Deutschlands. Mittlerweile wurde eine Arbeitsgruppe mit Lufthansa eingerichtet, um mögliche Lösungen für die Zukunft der Verbindung zu prüfen.
Die Kammern zeigen sich zuversichtlich, dass die Gespräche mit der Airline konstruktiv verlaufen werden. Ziel ist ein Kompromiss, der sowohl die wirtschaftlichen Interessen der Lufthansa als auch die Belange der Unternehmen in Nordwestdeutschland berücksichtigt.
Der mögliche Wegfall der Strecke Bremen–Frankfurt gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der Region und könnte Investitionen abschrecken. Die breite Unterstützung aus der Wirtschaft werten die Kammern als deutliches Signal, um eine nachhaltige Lösung zu finden. Aktuell laufen die Verhandlungen mit Lufthansa, um eine Perspektive für die Verbindung zu entwickeln.






