23 May 2026, 14:17

Lufthansa City Airlines startet – doch Gewerkschaften schlagen Alarm wegen Arbeitsbedingungen

Lufthansa City Airlines: 9 Fragen zum neuen Airline

Lufthansa City Airlines startet – doch Gewerkschaften schlagen Alarm wegen Arbeitsbedingungen

Lufthansa City Airlines nimmt offiziellen Betrieb auf – doch Kritik an Arbeitsbedingungen wächst

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Am 26. Juni 2023 hat die Lufthansa City Airlines offiziell ihren Flugbetrieb aufgenommen – mit dem Jungfernflug von München nach Birmingham. Die neue Fluggesellschaft ersetzt die Lufthansa CityLine, die fast 30 Jahre lang zum Konzern gehörte. Doch bereits der Start des neuen Unternehmens hat scharfe Kritik von Gewerkschaften wegen der Arbeitsbedingungen und geplanter Sparmaßnahmen ausgelöst.

Gegründet wurde die Airline zwar bereits 2022, doch begann sie mit nur zwei Airbus A319. Bis 2028 soll die Flotte jedoch auf über 50 Maschinen anwachsen, vor allem mit Flugzeugen des Typs Airbus A220. Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten im Lufthansa-Konzern – allein die Passagierfluggesellschaften gaben 2023 rund 5,4 Milliarden Euro für die Gehälter von 61.000 Beschäftigten aus.

Die Unabhängige Flugbegleiterorganisation (UFO) warnt Mitarbeiter davor, zur neuen Airline zu wechseln, und verweist auf gekürzte Sozialleistungen. Gleichzeitig übt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit scharfe Kritik – sowohl an der Schließung der CityLine als auch an der Gründung der City Airlines. Besonders brisant: Die neue Fluggesellschaft wird vorerst ohne Tarifvertrag operieren, was die Sorge vor möglichen Arbeitskonflikten schürt.

Um den akuten Pilotenmangel zu bekämpfen, übernimmt Lufthansa zudem fast die gesamten Ausbildungskosten für neue Bewerber. Mit dieser Strategie will der Konzern Personal sichern, ohne die Ausgaben in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt ausufern zu lassen.

Die Lufthansa City Airlines fungiert künftig als neue Regionaltochter des Konzerns – doch ihr Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, die Spannungen mit den Gewerkschaften zu entschärfen. Ohne Tarifverträge könnten weitere Konflikte um Löhne und Arbeitsbedingungen drohen. Gleichzeitig wird sich zeigen müssen, ob das ehrgeizige Wachstumsvorhaben mit der notwendigen Kostendisziplin in Einklang zu bringen ist.

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