16 March 2026, 14:17

Lufthansa baut Tausende Jobs ab und verkleinert Flotte bis 2030

Ein Flugzeug im Flug vor einem klaren Himmel.

Lufthansa baut Tausende Jobs ab und verkleinert Flotte bis 2030

Lufthansa kündigt umfassende Umstrukturierung an, um langfristige Rentabilität zu sichern

Die Lufthansa Group hat weitreichende Restrukturierungspläne vorgestellt, um ihre zukünftige Profitabilität zu sichern. Der Luftfahrtkonzern plant, in den kommenden sechs Jahren Tausende Stellen abzubauen, die Betriebsabläufe zu straffen und die Flotte zu verringern. Die Ankündigungen fallen in eine Phase zunehmender Spannungen mit den Piloten wegen Streitigkeiten über die Altersvorsorge.

Das Unternehmen wird seine Verwaltungsbelegschaft in den nächsten Jahren um etwa 4.000 Stellen reduzieren. Rund 1.500 dieser Arbeitsplätze sollen ins Ausland verlagert werden, wobei der Standort Frankfurt den Großteil der Kürzungen tragen muss. Zudem beabsichtigt Lufthansa, ihre verschiedenen Fluggesellschaften unter einer einheitlichen Organisationsstruktur zusammenzufassen.

Bis 2030 soll nur noch etwa die Hälfte der Kurz- und Mittelstreckenflotte im Einsatz bleiben – aktuell sind es rund 80 Prozent. Durch modernere, effizientere Flugzeuge, eine verstärkte Digitalisierung und die Verlagerung von Betriebsabläufen in Standorte mit geringeren Personalkosten erhofft sich die Gruppe erhebliche Einsparungen. Langfristig strebt Lufthansa eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent des Umsatzes an.

Gleichzeitig verschärft sich der Konflikt mit den Piloten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) führt derzeit eine Urabstimmung über Streiks bei der Lufthansa-Kernmarke und der Frachttochter durch, die bis Dienstag, 10:00 Uhr, läuft. Im Mittelpunkt des Streits stehen die Rentenvereinbarungen für rund 4.800 Cockpit-Mitarbeiter.

Mit der Umstrukturierung will Lufthansa bis 2030 ein schlankeres und profitableres Unternehmen schaffen. Die Stellenstreichungen, Flottenreduzierungen und operativen Änderungen werden die Konzernstruktur grundlegend verändern. Kurzfristig könnten die anhaltenden Auseinandersetzungen mit den Piloten über die Altersvorsorge diese Pläne jedoch gefährden.

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