Luca Maglianos mediterran-gotische Hommage an Pariser Sommerhitze
Luca Magliano präsentierte seine neueste Kollektion im legendären Maxim’s in Paris – und das während einer der heißesten Wochen der Stadt. Die Entwürfe ließen sich von glühend heißen Sommern und der kreativen Energie inspirieren, die aus Hitze und Langeweile entsteht. Die Show inszenierte eine „mediterran-gotische“ Ästhetik mit improvisiertem Charme, angelehnt an die 1970er-Jahre.
Im Mittelpunkt stand die Idee, dass Hitze und Schwüle die Kreativität beflügeln können. Die Models versammelten sich um einen langen Tisch, gekleidet in verschiedenen Stadien der Bekleidung – oder eben der Entblößung –, um die Anpassungsfähigkeit der Stücke zu demonstrieren. Klassische Schneiderkunst und Strickmode wurden für den Sommer neu interpretiert: abgeschnittene Ärmel und zerknitterte Details verliehen den Teilen bewusst einen getragenen Look.
Seidenschals verwandelten sich in Sarongs und Bustier-Tops, kombiniert mit Gürteln, Tanktops und hochgekrempelten Hosen. Offene Holzclogs rundeten viele der sommerlichen Outfits ab. Ein absolutes Highlight: eine karierte Jacke mit zerknitterten Revers, die förmlich in der Hitze zu welken schien – ein perfektes Sinnbild für das Leitmotiv der Kollektion.
Kollaborationen unterstrichen den Vintage-Vibe: Magliano arbeitete mit Carrera zusammen, um sonnenbrillen im Stil der 1970er zu kreieren, und mit Diadora für retro-inspirierte Trainingsanzüge und Sneaker.
Die Schau fand im historischen Maxim’s statt, einem Ort, der wie kaum ein anderer für Pariser Eleganz steht. Sie zeigte, wie Sommerhitze Mode prägen kann – eine Mischung aus Struktur und Spontaneität. Der spielerisch inszenierte, doch bewusst arrangierte „Chaos-Look“ der Kollektion hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck.
