31 March 2026, 00:18

Landshut startet bundesweit einzigartiges Netzwerk für Familien mit behinderten Kindern

Eine vielseitige Gruppe von Menschen, die unter einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken stehen und lächeln, mit dem Text "NCI unterstützt Sie bei der Unterstützung Ihrer Patienten" in fetter schwarzer Schrift oben.

Landshut startet bundesweit einzigartiges Netzwerk für Familien mit behinderten Kindern

Erstes Vernetzungstreffen in Landshut: Bessere Unterstützung für Familien mit Kindern mit Behinderungen

Am 27. August 2025 fand in Landshut ein bundesweit einzigartiges Vernetzungstreffen statt. Die Veranstaltung brachte lokale Beratungsstellen zusammen, um die Unterstützung für Familien mit Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen zu verbessern. Ziel der Organisatoren war es, die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Integrationsdiensten zu stärken und den wachsenden Bedarf betroffener Familien gerecht zu werden.

Das Treffen wurde von Janine Brabender und Katharina Hellmann initiiert, die als Prozessbegleiterinnen für die Stadt Landshut und das Kreisjugendamt tätig sind. Teilgenommen haben unter anderem die Behindertenbeauftragte der Stadt sowie Fachkräfte der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) des Oberbayerischen Bezirks des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und der Lebenshilfe Landshut. Gemeinsam diskutierten sie Wege, um den Zugang zu Hilfesystemen zu erleichtern und Anträge auf Leistungen für Familien zu vereinfachen.

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Im Mittelpunkt der Gespräche standen Erkenntnisse einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2022. Diese zeigte, dass Eltern und junge Menschen mit Behinderungen häufig unter erheblicher psychischer Belastung und Zeitdruck leiden. Die Teilnehmer waren sich einig, dass eine engere Zusammenarbeit dazu beitragen könne, bestehende Angebote zu optimieren, Netzwerke zu stärken und individuellere Hilfen zu schaffen.

Das Treffen markierte zugleich den Start regelmäßiger Vernetzungsformate. Die Lebenshilfe Bayern, die das Landshuter Netzwerk unterstützt, betreibt bayernweit rund 1.000 Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienstleistungen. Zudem stehen Familien mit kleinen Kindern, die Entwicklungsauffälligkeiten zeigen, landesweit über 250 interdisziplinäre Frühförderstellen zur Seite.

Alle Beteiligten betonten die Notwendigkeit, die Lücken zwischen Jugendhilfe und Eingliederungshilfe zu schließen. Durch den Austausch von Ressourcen und Fachwissen sollen bürokratische Hürden abgebaut und der Zugang zu Unterstützung erleichtert werden.

Das Treffen endete mit der Vereinbarung, weitere Vernetzungsveranstaltungen durchzuführen. Organisatoren und Teilnehmer waren sich einig, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit entscheidend ist, um die Bedürfnisse der Familien besser zu erfüllen. Künftige Treffen sollen sich darauf konzentrieren, die Hilfesysteme weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass Betroffene die Angebote leichter finden und nutzen können.

Quelle