Landshut stärkt Hochwasserschutz und Fischbestände durch Isar-Ausbaggerung
Johanna SchwarzLandshut stärkt Hochwasserschutz und Fischbestände durch Isar-Ausbaggerung
Baggerarbeiten an der Isar in Landshut nach monatelanger Planung abgeschlossen
Die Baggerarbeiten entlang der Isar in Landshut wurden in diesem Jahr nach monatelanger sorgfältiger Planung und Umsetzung abgeschlossen. Ziel des Projekts war es, den Hochwasserschutz zu stärken und gleichzeitig die heimischen Fischbestände zu schützen. Die damit verbundenen vorübergehenden Straßensperren wurden inzwischen wieder aufgehoben.
Die Notwendigkeit der Ausbaggerung wurde 2022 deutlich, als Messungen eine starke Sedimentablagerung im Fluss zeigten. Durch natürlichen Geschiebetransport hatte sich Kies angereichert, wodurch die Kapazität des Flusses zur Bewältigung von Hochwasser abnahm. Die Planung übernahm Uniper, Betreiber des Wasserkraftwerks Altheim bei Landshut, da sich das Staubecken bis in das städtische Zentrum erstreckt.
Die Arbeiten begannen Mitte Juli 2023 mit dem Einsatz von zwei schwimmenden Einheiten. Jede Einheit bestand aus einem Spundwand-Prahm mit einem Bagger sowie zwei Spülkähnen. In den folgenden Monaten entfernten die Teams rund 140.000 Kubikmeter Kies aus den Isar-Armen. Ein temporärer Umladeplatz in der Nähe des Alten Hafens ermöglichte den Transport des Materials per Kahn zur Wiederverwendung.
Auch ökologische Belange wurden berücksichtigt: Das Wasserwirtschaftsamt Landshut finanzierte die Rückführung von Kies, um flache Gewässerlebensräume für Fische wiederherzustellen. Die Baggerarbeiten wurden so terminiert, dass sie die Laichzeiten nicht störten; sie wurden bis Ende Oktober 2023 abgeschlossen.
Sämtliche vorübergehenden Straßensperren und Umleitungen wurden bis Mitte April 2024 vollständig aufgehoben. Das ausgebaggerte Flussbett erfüllt nun die Anforderungen, um ein hundertjährliches Hochwasserereignis sicher durch das Landshuter Stadtzentrum abzuleiten. Die Maßnahmen gewährleisten sowohl den Hochwasserschutz als auch verbesserte Lebensbedingungen für die heimische Tierwelt.






