Kubicki will FDP-Chef werden – mit radikaler Neuausrichtung der Partei
Johanna SchwarzKubicki will FDP-Chef werden – mit radikaler Neuausrichtung der Partei
Wolfgang Kubicki bewirbt sich um den Vorsitz der Freien Demokratischen Partei (FDP). Der 71-jährige Politiker hat klare Ziele gesetzt, falls er die anstehende Abstimmung auf dem Parteitag gewinnt. Dazu gehören die Wiederbelebung der FDP und die Neuausrichtung ihrer künftigen Koalitionen.
Kubicki bezeichnet sich selbst als sozialliberal. Er ist überzeugt, dass die FDP nur dann wieder an Einfluss gewinnen kann, wenn sie in den Umfragen auf mindestens zehn Prozent kommt. Ohne diese Marke sieht er kaum Chancen, eine regierungsfähige Koalition zu bilden.
Ein Wiedereinzug in den Bundestag würde der Partei neue Bündnisoptionen eröffnen. Kubicki hält eine reformierte Christlich Demokratische Union (CDU/CSU) oder eine progressive Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) für mögliche Partner. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch darauf, die FDP zunächst zu stärken, bevor er über Koalitionsfragen nachdenkt.
Falls er gewählt wird, möchte Kubicki Henning Höne als stellvertretenden Bundesvorsitzenden halten. Gleichzeitig hat er deutlich gemacht: Eine Niederlage bei der Abstimmung würde das Ende seiner politischen Laufbahn bedeuten.
Der anstehende FDP-Parteitag wird über Kubickis Zukunft in der Partei entscheiden. Sein Führungsanspruch steht und fällt mit einer Steigerung der Umfragewerte und dem Weg zurück in die Regierungsverantwortung. Eine Niederlage wäre sein endgültiger Abschied aus der Politik.






