Infineon streicht 2.800 Jobs: Umstrukturierung trifft Hochlohnländer hart
Jana KellerInfineon streicht 2.800 Jobs: Umstrukturierung trifft Hochlohnländer hart
Infineon kündigt Streichung oder Verlegung von 2.800 Arbeitsplätzen im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsprogramms an. Der Schritt folgt auf schwächere Gewinne des Halbleiterkonzerns, die auf eine nachlassende Nachfrage in der Branche zurückzuführen sind. Trotz der Veränderungen bleibt das Unternehmen profitabel – allerdings sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen.
Wie aus dem Quartalsbericht für das dritte Geschäftsquartal hervorgeht, erzielte Infineon einen Gewinn von 403 Millionen Euro – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Der Rückgang spiegelt die anhaltenden Herausforderungen auf dem Halbleitermarkt wider, wo die Nachfrage weiter nachlässt.
Im Rahmen der Umstrukturierung sollen 1.400 Stellen abgebaut und weitere 1.400 in kostengünstigere Regionen verlegt werden. Betroffen sind sämtliche „Hochlohnländer“, allein am Standort Regensburg entstehen dreistellige Entlassungszahlen. Konzernchef Jochen Hanebeck betonte jedoch, dass Dresden weiterhin Arbeitsplätze aufbauen werde.
Regensburg bleibe zwar ein zentraler Standort für das Unternehmen, werde sich künftig aber stärker auf Innovation konzentrieren. Die Stellenstreichungen und Verlegungen folgen auf eine frühere Ankündigung des Umstrukturierungsprogramms, das die Effizienz in einem schwierigeren Marktumfeld steigern soll.
Durch die Maßnahmen verringert Infineon seine Belegschaft in teureren Regionen, während gleichzeitig Standorte in günstigeren Ländern ausgebaut werden. Das Unternehmen verzeichnet zwar weiterhin Gewinne, diese fallen jedoch deutlich niedriger aus als noch im Vorjahr. Ziel der Restrukturierung ist es, sich an die schwächere Nachfrage anzupassen und gleichzeitig die Kernaktivitäten an wichtigen Standorten zu erhalten.






