29 March 2026, 06:19

IAA Mobility 2024: Zwischen Fortschritt und Festhalten am Verbrenner

Eine Präsentationsfolie mit Fahrzeugen auf einer Straße mit sichtbarem Text.

IAA Mobility 2024: Zwischen Fortschritt und Festhalten am Verbrenner

Deutschlands Autoindustrie steht vor tiefgreifenden Umbrüchen – zur Eröffnung der IAA Mobility in München

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Die einst auf klassische Fahrzeuge ausgerichtete Messe präsentiert sich heute als Schauplatz für umfassende Mobilitätslösungen. Doch trotz wachsender Forderungen nach Nachhaltigkeit dominieren nach wie vor Neuwagenverkäufe und Leasingverträge den Markt – bei 49,3 Millionen zugelassenen Pkw bundesweit.

Die Branche folgt dabei maßgeblich den Vorgaben von Markus Söders "10-Punkte-Plan zur Zukunftssicherung der Automobilindustrie 2023". Seine Initiative zielte darauf ab, Arbeitsplätze zu sichern, die Elektromobilität voranzutreiben und das Ladenetz auszubauen. Gleichzeitig sollten Fortschritte bei Batterietechnik, autonomem Fahren und Software die Konkurrenz aus China abwehren. Seit der Umsetzung des Plans rücken Umweltbelange jedoch zunehmend in den Hintergrund.

Die meisten Hersteller kämpfen mit sinkenden Gewinnen, Stellenabbau und Sparmaßnahmen. BMW schneidet im Vergleich noch am besten ab, steht aber ebenfalls unter Druck. Parallel dazu erklären 85 Prozent der Deutschen, in den nächsten zehn Jahren nicht auf ihr Auto verzichten zu wollen – obwohl Züge und öffentlicher Nahverkehr bei der Modernisierung hinterherhinken.

Die IAA selbst markiert einen Wendepunkt. Als erste große Branchenveranstaltung nach den jüngsten Umwälzungen spiegelt sie sowohl Fortschritt als auch Widerstand wider. Ein Kommentator merkte sarkastisch an, sein Auto "fahre" selbst im Stau – ein Seitenhieb auf die anhaltenden Verkehrsprobleme und die zögerliche Abkehr vom Individualverkehr.

Die Zukunft der Automobilbranche hängt davon ab, Innovation und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Zwar setzte Söders Plan ehrgeizige Ziele, doch der Fokus bleibt auf Profit und Kundennachfrage gerichtet. Mit 49,3 Millionen Autos auf den Straßen und geringer Veränderungsbereitschaft wird der Weg in die Zukunft sowohl Technik als auch Politik vor Herausforderungen stellen.

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