Hitzewelle legt Nürnberger Straßenbahn lahm – Betrieb unbestimmt eingestellt
Johanna SchwarzHitzewelle legt Nürnberger Straßenbahn lahm – Betrieb unbestimmt eingestellt
Nürnberger Straßenbahn-Netz nach Hitzeschäden bis auf Weiteres eingestellt
Das Nürnberger Straßenbahnnetz ist nach schweren Schäden durch extreme Hitze bis auf Weiteres außer Betrieb. Die hohen Temperaturen ließen den im Gleisbett verwendeten Bitumenfüller schmelzen, der daraufhin Schienen und Fahrgestelle verunreinigte und so den Betrieb lahmlegte.
Das Problem begann, als Rekordtemperaturen den Bitumenfüller in den Gleisen verflüssigten. Das Material überzog anschließend Schienen und Unterböden der Bahnen, sodass ein regulärer Betrieb unmöglich wurde. Die Reinigungskräfte schaffen derzeit nur zwei Fahrzeuge pro Tag – ein langsamer und personalintensiver Prozess.
Um die Fahrgäste dennoch zu transportieren, bringen Taxis und Busse sie von den äußeren Streckenabschnitten zu den U-Bahn-Stationen. VAG-Vorstand Tim Dahlmann-Resing räumte ein, dass die Einstellung des Straßenbahnbetriebs eine schwierige Entscheidung gewesen sei, betonte aber die Notwendigkeit, sich anzupassen. Gleichzeitig forderte er staatliche Unterstützung, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
Noch ist unklar, wie umfangreich die Reparaturen ausfallen und wie lange die Sperrung andauern wird. Die VAG steht bereits vor Kosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.
Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Herausforderungen, die der Klimawandel für den städtischen Nahverkehr mit sich bringt. Die Aufräumarbeiten dauern an, ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs steht noch nicht fest. Die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen für die VAG sind bereits jetzt beträchtlich.
