02 April 2026, 08:20

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und künstlerischen Einfluss

Eine Gruppe von Menschen, die eine Straße in Berlin, Deutschland, entlanggehen und ein pinkfarbenes Banner mit der Aufschrift "Happy Pride March" halten, mit Gebäuden, Laternenmasten und Verkehrssignalen, die die Straße säumen, unter einem bewölkten Himmel.

Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und künstlerischen Einfluss

Herbert Grönemeyer erhält in diesem Jahr den Deutschen Nationalpreis für sein lebenslanges Engagement für die Demokratie und seinen künstlerischen Einfluss. Die Auszeichnung würdigt sein jahrzehntelanges Wirken als Musiker und Aktivist, der die deutsche Kultur geprägt und sich für eine offene Gesellschaft eingesetzt hat. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin; die Auszeichnung wird von Bundeskanzler Friedrich Merz überreicht.

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Grönemeyers Karriere umfasst sowohl die Musik als auch politisches Engagement. Als prägende Figur der deutschen Popgeschichte nutzt er immer wieder seine Plattform, um rechtsextreme Bewegungen herauszufordern. Bei Konzerten bezeichnete er Gegner als "rechte Ratten" und rief die Wähler dazu auf, Extremismus abzulehnen.

In den vergangenen fünf Jahren setzte sich Grönemeyer für zahlreiche Anliegen ein. 2022 unterstützte er die Kampagne "Künstler:innen für die Ukraine" und spendete Konzerteinnahmen an ukrainische Geflüchtete. Ein Jahr später initiierte er mit die Petition "Klimaschutz Jetzt", die strengere Klimapolitik forderte. 2024 engagierte er sich in der Bewegung "Keine Hetze im Netz" gegen Online-Extremismus und half 2021 bei der Flutkatastrophen-Hilfe in Deutschland.

Sein politisches Engagement erstreckt sich auch auf Wahlen und gesellschaftliche Themen. Grönemeyer sprach sich öffentlich für Parteien aus, die der rechtspopulistischen AfD entgegenstehen, und forderte eine "Brandmauer" gegen Extremismus. Zudem setzte er sich für Klimaschutz, Umverteilung von Vermögen und queere Rechte ein. 2015 bezeichnete er den Zuzug von Geflüchteten als "Glücksfall" für Deutschland.

Die von Altkanzler Helmut Schmidt gegründete Deutsche Nationalstiftung verleiht den Preis. Sie ehrt Persönlichkeiten, die den nationalen Zusammenhalt stärken und Toleranz fördern. Grönemeyer warnte, die Demokratie stehe vor schweren Bedrohungen, und erklärte, Deutschland befinde sich in ihrer Verteidigung "fünf Minuten vor zwölf".

Die Auszeichnung unterstreicht Grönemeyers Doppelfunktion als Künstler und Aktivist. Sein Wirken reicht von kulturellem Einfluss über humanitäre Hilfe bis hin zu politischem Einsatz. Die Entscheidung der Stiftung betont seinen nachhaltigen Beitrag zur deutschen Demokratie und zum öffentlichen Leben.

Quelle