Großrazzia gegen Sicherheitsfirma wegen mutmaßlichem Fördergeldbetrug in Millionenhöhe
Johanna SchwarzGroßrazzia gegen Sicherheitsfirma wegen mutmaßlichem Fördergeldbetrug in Millionenhöhe
Zollfahnder führen an mehreren Standorten Durchsuchungen im Zusammenhang mit einem großen Sicherheitsunternehmen durch. Die von der Staatsanwaltschaft Würzburg geleitete Aktion richtet sich gegen Objekte in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Den Behörden zufolge soll das Unternehmen über Jahre hinweg unrechtmäßig staatliche Fördermittel für Ausbildungsmaßnahmen kassiert haben.
Im Fokus der Razzien stehen Wohn- und Geschäftsräume des Sicherheitsunternehmens, insbesondere in der Region Würzburg und im Ruhrgebiet. Beamte des Hauptzollamts Schweinfurt sicherten umfangreiche Beweismittel, darunter Geschäftsunterlagen, Smartphones und Laptops.
Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Kursgebühren und staatliche Fördergelder von der Bundesagentur für Arbeit erhalten zu haben, ohne die dafür notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Mitarbeiter seien angeblich nicht für die geförderten Schulungen freigestellt worden, obwohl das Unternehmen öffentliche Mittel in Anspruch genommen habe.
Die beschlagnahmten Dokumente und digitalen Daten werden nun von internen Forensik-Experten des Hauptzollamts Schweinfurt ausgewertet. Die Ermittler warnten, dass die Analyse aufgrund des Umfangs des Materials Zeit in Anspruch nehmen werde.
Ersten Schätzungen zufolge belaufen sich die zu Unrecht ausgezahlten Mittel auf einen siebenstelligen Betrag an Staatsgeldern. Das Hauptzollamt Schweinfurt hat auf seiner offiziellen Website allgemeine Informationen zu seiner Arbeit im Kampf gegen illegale Beschäftigung veröffentlicht.
Die Staatsanwaltschaft Würzburg und das Hauptzollamt Schweinfurt sind für alle Anfragen zu dem Fall zuständig. Weitere Updates hängen von der Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel ab. Die Ermittlungen dauern an.






