Germering hat einen neuen Oberbürgermeister – mit nur 36 Stimmen Vorsprung
Jana KellerGermering hat einen neuen Oberbürgermeister – mit nur 36 Stimmen Vorsprung
Daniel Liebetruth hat die Oberbürgermeisterwahl in Germering mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen. Der Gymnasiallehrer sicherte sich 50,5 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen seinen Konkurrenten Hannes Kirmair (CSU) mit nur 36 Stimmen Unterschied durch. Das Endergebnis hing von den Briefwahlstimmen ab, die in den letzten Momenten der Auszählung die Entscheidung brachten.
Die ersten Hochrechnungen am Wahlabend deuteten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Hannes Kirmair (CSU) lag mit 47 Prozent vorne, bevor die Briefwahlstimmen ausgezählt wurden, während Daniel Liebetruth auf etwa 53 Prozent kam. Doch mit der Auswertung der postalischen Stimmen schmolz Liebetruths Vorsprung dahin, sodass er am Ende nur noch 151 Stimmen mehr als Kirmair auf sich vereinen konnte.
Kirmair war nach Bekanntgabe des Ergebnisses nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der lokale CSU-Vorsitzende Marcus Breu lobte jedoch das Engagement seines Teams und bezeichnete den Wahlkampf als "unglaublich stark". Breu verteidigte zudem die Strategie der CSU und betonte, man habe fair gewählt und den Wählern ein realistisches Programm angeboten.
Die Grünen, die Liebetruth unterstützt hatten, feierten seinen Sieg mit einem symbolischen Geschenk: zwei Topfpflanzen. In seinen ersten Worten als neu gewählter Bürgermeister bekundete Liebetruth tiefen Respekt für das Amt und versprach, konstruktiv mit dem Stadtrat zusammenzuarbeiten. Anders als manche frisch gewählten Amtsinhaber kündigte er an, keinen Urlaub nach der Wahl anzutreten.
Im endgültigen Ergebnis erreichte Liebetruth 50,5 Prozent der Stimmen, während Kirmair bei 49,9 Prozent landete. Das Ergebnis unterstreicht, wie sehr Briefwahlstimmen den Ausgang einer Wahl entscheidend beeinflussen können. Liebetruth bereitet sich nun auf sein neues Amt vor, während die Zusammensetzung des Stadtrats unverändert bleibt – entsprechend den Ergebnissen der Kommunalwahl im März 2026.






