02 May 2026, 08:15

GdW-Präsident fordert einkommensabhängige Verteilung der Sanierungskosten für Mieter

Plakat mit dem Titel "Energieeffiziente Heimverbesserungen", das Steuergutschriften für Energieeffizienzverbesserungen auflistet, mit Bildern eines Hauses, einer Couch, einer Lampe, eines Schranks, einer Blumenvase und anderer Gegenstände.

GdW-Präsident fordert einkommensabhängige Verteilung der Sanierungskosten für Mieter

Die Debatte über Mietkosten hat sich zugespitzt, da Vermieter und Wohnungsbauverbände uneins sind, wie die Kosten für energetische Sanierungen gerecht aufgeteilt werden sollen. Bisher tragen Mieter diese Ausgaben zu gleichen Teilen – doch die Forderungen nach einem faireren System werden immer lauter. Nun hat der Präsident des deutschen Wohnungsbauverbands GdW einen einkommensabhängigen Ansatz vorgeschlagen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Kosten für die Modernisierung von Heizsystemen und andere klimafreundliche Sanierungsmaßnahmen. Nach den aktuellen Regeln geben Vermieter diese Ausgaben in festen, gleichen Anteilen an die Mieter weiter. Axel Gedaschko, Chef des GdW, kritisiert, dass dies einkommensschwächere Haushalte unverhältnismäßig belastet.

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Er verwies auf den Fall einer alleinerziehenden Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und bereits 4,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zahlt. Im aktuellen System muss sie dieselben Zusatzkosten tragen wie wohlhabendere Nachbarn. Gedaschkos Lösung ist ein gestaffeltes Modell, bei dem einkommensstärkere Mieter einen größeren Anteil der Sanierungskosten übernehmen.

Der Vorschlag kommt mit Dringlichkeit: Gedaschko fordert die Ampelkoalition auf, das Problem zügig anzugehen. Er warnt, dass ohne Reform die finanzielle Belastung für einkommensschwache Mieter weiter steigen wird – besonders angesichts wachsender Anforderungen an die Energieeffizienz.

Die Initiative für eine Änderung spiegelt die größeren Sorgen um Bezahlbarkeit auf dem deutschen Wohnungsmarkt wider. Würde das gestaffelte System eingeführt, müssten finanziell besser gestellte Mieter einen größeren Teil der Kosten tragen. Bis dahin bleibt die Debatte in vollem Gange, während Politiker zwischen Gerechtigkeit und den praktischen Herausforderungen einer Reform abwägen.

Quelle