02 May 2026, 02:15

Frei warnt vor AfD-Aufstieg und fordert Steuersenkungen sowie mehr Verteidigungsetat

Karte von Deutschland mit Provinzgrenzen von 2002 und 2018 in Gelb, Rot und Orange auf einem weißen Hintergrund mit Text.

Frei warnt vor AfD-Aufstieg und fordert Steuersenkungen sowie mehr Verteidigungsetat

Thorsten Frei, ein führender Unionspolitiker der CDU, hat sich zu den drängenden politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geäußert, vor denen die deutsche Regierungscoalition steht. In jüngsten Stellungnahmen warnte er vor dem Aufstieg der rechtsextremen Unterstützung und skizzierte gleichzeitig Pläne für Steuersenkungen, eine Gesundheitsreform sowie höhere Verteidigungsausgaben.

Die Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen der rechtspopulistischen AfD wachsende Zustimmungswerte bescheinigen – auf Kosten der regierenden Parteien. Dies verleiht dem Vorhaben der Koalition, vor der Sommerpause noch wichtige Weichenstellungen umzusetzen, zusätzliche Dringlichkeit. Frei bezeichnete die steigenden Umfragewerte der AfD als „alarmierend“ und forderte die politische Mitte auf, überzeugendere Ergebnisse zu liefern. Bessere Regierungsführung sei entscheidend, um Extremismus einzudämmen und das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen, betonte er.

In der Wirtschaftspolitik verteidigte er Pläne für eine Neuverschuldung, argumentierte jedoch, dass ein Großteil der neuen Kredite in die Landesverteidigung fließen solle. Die Sicherung der nationalen Sicherheit, so Frei, rechtfertige den finanziellen Aufwand. Ein erneutes Aussetzen der Schuldenbremse lehnte er jedoch ab – selbst angesichts der Spannungen mit dem Iran – und bezeichnete weitere Schulden als „verantwortungslos“.

Bei der Steuerreform blieb Frei kompromisslos und versprach „spürbare Entlastungen“ für Gering- und Mittelverdiener. Er verwies darauf, dass derzeit bereits ab einem Einkommen von rund 70.000 Euro der Spitzensteuersatz greift – eine Grenze, die die Regierung anpassen wolle. Ziel sei es, durch gezielte Senkungen die Binnennachfrage zu stärken.

Auch die Gesundheitsreform steht ganz oben auf der Agenda. Frei bestand darauf, dass die Änderungen die Beitragssätze stabilisieren und die Ausgaben an die Einnahmen anpassen müssten – bei klarer Verantwortung aller Beteiligten. Er drängte die Abgeordneten, das Gesetz noch vor der Sommerpause zu verabschieden; als nächste Schritte folgten Reformen in der Pflegeversicherung und bei den Renten.

Trotz der Spannungen innerhalb der Koalition zeigte sich Frei überzeugt, dass Union und SPD die Legislaturperiode gemeinsam zu Ende bringen werden. Zwar räumte er ein, dass Kompromisse nötig seien, warnte jedoch davor, sich mit dem „kleinsten gemeinsamen Nenner“ zufriedenzugeben.

Die Regierung sieht sich nun einem engen Zeitplan gegenüber, um vor der Sommerpause zentrale Reformen voranzutreiben. Steuersenkungen, Änderungen im Gesundheitswesen und die Aufstockung der Verteidigungsmittel werden maßgeblich darüber entscheiden, ob es der Koalition gelingt, die Sorgen der Wähler zu adressieren.

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Freis Aussagen deuten auf einen Vorstoß hin, dem Aufstieg der AfD mit greifbaren Erfolgen in der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik entgegenzutreten.

Quelle