29 March 2026, 14:19

Forschung als Abenteuer: Wie eine Journalistin im Neuroenergetics-Lab der TUM scheiterte und lernte

Whiteboard mit einer Zeichnung von zwei Monitoren, die mit "Sweet Hope" und "Bitter Reality" beschriftet sind und der Text "Webinar über die Herstellung von reproduzierbarer Forschung".

Forschung als Abenteuer: Wie eine Journalistin im Neuroenergetics-Lab der TUM scheiterte und lernte

Angel Toasakul, Wissenschaftsjournalistin mit Schwerpunkt Naturwissenschaften, hat kürzlich ein Sommerforschungsprojekt an der Technischen Universität München (TUM) abgeschlossen. Im Rahmen des TUM-PREP-Programms arbeitete sie im Neuroenergetics Lab, wo sie sich mit der Analyse von Gehirnaktivität mithilfe modernster Bildgebungsverfahren beschäftigte. Ihre Erfahrung ging über die reine wissenschaftliche Arbeit hinaus – sie lernte Geduld und die Bedeutung von Teamarbeit in der Forschung schätzen.

Toasakuls Projekt umfasste die Messung von aufgabenbezogenen Veränderungen des radioaktiven Glukosestoffwechsels anhand funktioneller PET-Daten (fPET). Einen Großteil ihrer Zeit verbrachte sie im PET/MR-Scanner-Raum, wo sie komplexe Code-Pipelines ausführte, die oft stundenlang liefen. Der Prozess erforderte Ausdauer, da selbst kleine Fehler den Fortschritt erheblich verzögern konnten.

Zwei Tage vor Ende des Programms stand sie vor einer unerwarteten Herausforderung: Sie musste kritische Datensätze aus dem Scanner-Raum retten. Über die Laborarbeit hinaus beobachtete Toasakul auch die Arbeit des Schilling-Labors mit Magnetresonanztomographie (MRT), nachdem sie eine Konferenz zur Neurobildgebung besucht hatte. Diese Erfahrungen bestärkten ihr Verständnis dafür, wie schrittweise Fortschritte zu größeren Forschungszielen beitragen.

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Doch das Programm beschränkte sich nicht auf die Wissenschaft. Durch das Buddy-System von TUM PREP knüpfte Toasakul Freundschaften, erkundete mit anderen Teilnehmenden München und benachbarte Städte. Einfache Momente wie gemeinsame Mittagspausen wurden zu Höhepunkten ihres Aufenthalts. Für sie war der Sommer eine Lektion in Belastbarkeit, Gemeinschaft und der Wertschätzung kleiner Erfolge in der Forschung.

Ihre Zeit an der TUM machte Toasakul mit den Realitäten wissenschaftlicher Arbeit vertraut – lange Arbeitszeiten, technische Hürden und die Notwendigkeit von Durchhaltevermögen. Ihr Projekt zur fPET-Datenanalyse, kombiniert mit Kooperationen und sozialen Kontakten, prägte ihr Bild von Forschung als schrittweisen, kollektiven Prozess. Die Erfahrung hinterließ bei ihr nicht nur praktische Fähigkeiten, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Mechanismen hinter wissenschaftlichen Entdeckungen.

Quelle